Ratzingerplatz ist der ödeste Ort

Jetzt ist es amtlich: Der hässlichste Platz der Stadt ist der – Ratzingerplatz! Hunderte Abendzeitung-Leser nahmen in in den vergangenen Wochen an der Aktion „Problemplatz“ teil und gaben ihr Votum ab. Die scheußliche Betonwüste von Obersendling ist der „Problemplatz Nummer eins“.
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Furchtbar ist er, der Ratzingerplatz: Jetzt fordern die Münchner endlich Konsequenzen von der Stadt.
Daniel von Loeper Furchtbar ist er, der Ratzingerplatz: Jetzt fordern die Münchner endlich Konsequenzen von der Stadt.

Jetzt ist es amtlich: Der hässlichste Platz der Stadt ist der – Ratzingerplatz! Hunderte Abendzeitung-Leser nahmen in in den vergangenen Wochen an der Aktion „Problemplatz“ teil und gaben ihr Votum ab. Die scheußliche Betonwüste von Obersendling ist der „Problemplatz Nummer eins“.

MÜNCHEN Dabei setzte sich die greislige Betonwüste in Obersendling mit 60 Prozent der Stimmen deutlich vor dem Hans-Mielich-Platz in Untergiesing durch.

Michael Haberland, Chef von „Mobil in München“, freut sich sehr über das Ergebnis. Und das nicht nur, weil er als Anwohner selbst betroffen ist.

„Damit hat der Ratzinger die Goldmedaille der hässlichsten Plätze gewonnen. Die Stadt ist jetzt im Besonderen dazu aufgefordert, etwas zu tun.“ Anfang September wird Haberland gemeinsam mit der AZ das Ergebnis der Wahl an OB Christian Ude übergeben. „Wir werden noch eine baupolitische Forderung mit draufpacken“, sagt Haberland. „Sicher ist: aus dem Platz kann man jede Menge machen.“

In den vergangenen Jahren gab es schon etliche Versuche, dem Ratzingerplatz Leben einzuhauchen. 1999 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt – mit den Vorschlägen der Architekten erarbeitete der BA einen Rahmenplan ausgearbeitet. Vor allem der Bau von Wohnungen sollte an der ehemaligen Tramhaltestelle berücksichtigt werden. Doch bis heute hat sich wenig verändert – es gibt keinen Bebauungsplan. Und schon recht keine Bagger.

Vielleicht ändert sich ja auch für die Anwohner am zweitplatzierten Hans-Mielich-Platz etwas – sie sind seit Jahren vom trostlosen Anblick gebeutelt und kämpfen seit fast einem Jahrzehnt als Bürgerinitiative für eine Verschönerung.

Die restlichen Stimmen verteilten sich auf jede Menge weitere Plätze, darunter einige Vorschläge der AZ wie der Kolumbusplatz oder der Luise-Kiesselbachplatz.

Die Münchner wählten aber auch andere – und erstellten so eine kleine Topografie der Münchner Hässlichkeit: Genannt wurden der Goetheplatz in der Isarvorstadt, den Romanplatz in Neuhausen-Nymphenburg, den Haidenauplatz in Haidhausen, Josephsplatz in der Maxvorstadt, den Platz vor dem Hauptbahnhof, den Pasinger Marienplatz, den Örtelplatz in Allach, den Willibaldplatz in Laim oder den Hans-Seidel-Platz vor dem PEP Einkaufszentrum in Neuperlach. tg

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