"Raj Dhani": Indien auf dem Tollwood

Im neuen Zelt Raj Dhani gibt’s ein indisches Menü für 12,50 Euro – das aber nicht zu scharf ist.
München - Familien, Nachbarn, Geschäftsfreunde: In Indien greift jeder beherzt in den Teller des anderen. "In Indien teilt man alles", sagt Deepak Virmani, der mit seiner Frau Brigitte das neue Tollwood-Zelt "Raj Dhani" betreibt.
Die Idee hinter dem farbenfrohen Indienzelt: gemeinsam essen.
Für 12,50 Euro (für Kinder 6 Euro) gibt’s auf einer Platte Palak Paneer (Spinat mit Tofuwürfeln), Gemüse in Kokosmilch und das Linsengericht Dal. Alles vegetarisch. Dazu Basmatireis, Joghurt-Dip, Fladenbrot und Wasser.
Jeder Gast dippt und stochert im Essen der anderen am niedrigen Tisch und versucht, möglichst viel von seinem Favoriten zu essen (im Fall der Autorin: Spinat). Wenn’s nicht genug ist, wird von den bunt gekleideten Damen auch einmal nachgeschöpft.
"So wird in Indien gegessen, nur die Schärfe haben wir den Europäern angepasst", sagt Virmani. Noch findet jeder hier sein Platzerl, denn in dem kleinen Zelt zwischen Andechser Zelt und Hackerbrettl vermutet niemand so ein günstiges und gutes Essen.
Die Idee dafür gibt’s schon seit fünf Jahren. Damals war Deepak Virmani, der das Deli Haart auf dem Tollwood betreibt und 25 Jahre lang das Tandoori in der Baumstraße hatte, mit dem Tollwood-Team in Indien. Geplant war ein Indienzelt und Virmani sollte den Tollwoodern das Land zeigen. "Alle waren begeistert davon, dass in Indien Essen geteilt und probiert wird. Jetzt haben wir das Konzept endlich gemeinsam umgesetzt."
Zum Nachtisch servieren die Damen in den bunten Gewändern Mangojoghurt. Den löffeln die Gäste auf den kleinen Sitzkissen ganz allein in sich rein – denn diesen Nachtisch will niemand teilen.
Vom Haupteingang kommend auf der linken Tollwoodseite. Bis zum 16. Juli. Mo. bis 14 bis 24 Uhr; Sa. und So 11 bis 24 Uhr.
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