Panzerknacker raufen: Tumult vor Gericht

Eine Einbrecherbande hat sich auf Metzgereien spezialisiert. Vor Gericht kommt es nun zu einem Tumult.
Torsten Huber |
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Da herrscht wieder Ruhe: Die beiden Angeklagten Medjid A. (vorne) und Shpenzen Sch. vor Gericht.
Torsten Huber Da herrscht wieder Ruhe: Die beiden Angeklagten Medjid A. (vorne) und Shpenzen Sch. vor Gericht.

Eine Einbrecherbande hat sich auf Metzgereien spezialisiert. Vor Gericht kommt es nun zu einem Tumult. 

München - Über ein Jahr lang hat eine albanische Panzerknackerbande der Münchner Kriminalpolizei vom K 5 Probleme und Überstunden bereitet: Die sechs Serieneinbrecher hatten sich auf Geldtresore in Metzgereien und Lebensmittelgeschäfte spezialisiert. Die Bande richtete insgesamt einen Schaden von über 200000 Euro an.

Vier der Männer sind schon abgeurteilt. Jetzt sitzen die letzten beiden Täter auf der Anklagebank des Landesgericht. Sie sollen bei 19 von insgesamt 40 Einbrüchen mitgemacht haben. Allein dabei entstand 58409 Euro Schaden.

Der 45-jährige Medjid A. versucht im Gerichtssaal 275 gleich, auf den Komplizen Shpenzen Sch. (25) einzuschlagen: Medjid A. meint, dass er zu Unrecht auf der Anklagebank sitze. Die Wachmänner gehen dazwischen, trennen die beiden Angeklagten.

Laut Anklage haben sich Medjid A. und Shpenzen Sch. im September 2010 der Bande angeschlossen. Gezielt hätten sie nachts die Geschäfte aufgesucht – eine Münchner Großmetzgerei sogar 15 Mal. Meist nahmen sie die Tresore mit, um sie später in Ruhe zu knacken. Die Tresore wiegen bis zu 1000 Kilo. Die Bande setzte Spezialtransportgeräte ein.

In einem Fall sei der Abtransport des Tresors unmöglich gewesen: Damit die Tresortür aufsprang, hätten die Panzerknacker den Stahlkoloss die Kellertreppe herunter rutschen lassen. Damit der Eisenschrank schneller würde, hätten sie die Stufen extra mit Fett eingerieben – in der Hoffnung, dass die Tür sich öffnet, wenn der Geldschrank gegen die Kellerwand rummst. Aber: Die Tür blieb zu.

Am 11. Januar soll das Urteil kommen.

 

 

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