OB Reiter kritisiert späte Entscheidung über EM-Zuschauerzahl

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigt sich verwundert darüber, dass sich die bayerische Staatsregierung bei der Entscheidung über die Zuschauerzahlen bei den EM-Spielen in der Allianz Arena so viel Zeit gelassen hat.
AZ/dpa |
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Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München.
Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München - Die bayerische Staatsregierung hat sich nach Meinung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei der Entscheidung über die Zuschauerzahlen bei der Fußball-Europameisterschaft sehr viel Zeit gelassen.

Dass jeweils 14.000 Zuschauer in die Allianz Arena dürfen, sei vertretbar. "Was mich etwas irritiert hat ist, dass die Entscheidung so spät gefallen ist", sagte Reiter am Samstag in der Bayern-2-"Radiowelt". Für die Veranstalter sei es jetzt "eine echte Herausforderung noch Karten zu drucken, zu vertreiben und so weiter. Denn die Inzidenz ist seit Wochen stabil unter 50 gewesen. Man hätte glaub ich schon etwas früher entscheiden können", sagte Reiter.

EM-Spiele als "Pilot- und Probelauf" für  Profisport in Deutschland

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Freitag angekündigt, dass das Stadion "bis zu 20 Prozent" ausgelastet werden dürfe. Söder hatte von der Fußball-EM als "Sondersituation" gesprochen und die Partien dort als "Pilot- und Probelauf" für den weiteren Profisport in Deutschland bezeichnet.

Die Stadt München müsse jetzt dafür sorgen, dass "relativ breit ein öffentliches Public Viewing möglich ist, wodurch sich die Gäste über die Stadt verteilen", sagte der Oberbürgermeister. Das habe bei den letzten Europa- und Weltmeisterschaften ganz gut funktioniert. "Ich gehe aber davon aus, dass die Dimension ungleich geringer ist."

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Eine ähnliche 20-Prozent-Kapazitäts-Regelung für Zuschauer hätte sich Reiter auch bei anderen Veranstaltungen gewünscht: "Ob da eine Band auftritt oder ob Kabarett stattfindet, man einfach sagt: 20 Prozent der Kapazität darf auch Open Air benutzt werden, wenn bestuhlt wird und die Abstände eingehalten werden können. Also das wäre etwas, was man pauschaler regeln könnte und uns als Kommunen nicht jedes Mal vor die Frage stellen würde, was dürfen wir tun und was nicht", kritisierte er.

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8 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • am 05.06.2021 19:05 Uhr / Bewertung:

    Dietmar R. ist wieder mal "irritiert"

    Ist ja mal, ganz was neues ...

  • Leserin am 05.06.2021 17:34 Uhr / Bewertung:

    Das hat er jetzt davon. Jetzt muss sich die Stadtverwaltung auch noch darum kümmern. Und die "Arbeitsteilung" ist so: Die Arbeit machen die Stadt München und die Poĺizei des Freistaates Bayern. Das Geld geht zur UEFA. Und zwar steuerfrei! Deshalb hätte ich die Veranstaltung gleich abgelehnt. Heuer kommt noch dazu, dass das Risiko besteht, dass auch bei weniger Leuten was mit Corona passiert.

  • MaxlH am 05.06.2021 16:52 Uhr / Bewertung:

    20% sind doch gut. Das ist in der üblichen Höhe von Provisionen wenn man Maskendeals vermittelt, oder clevere Immobiliengeschäfte mit dem Bauministerium einfädelt, oder wenn es bei Medikamentenzulassungen mal schneller gehen muss. Wieso grad die CSU da nicht schon früher drauf gekommen ist... (hat sich wohl keiner der Hintermänner aktiv dafür eingesetzt?) ??

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