Nach Faschings-Absage in München: Wohin mit zwei Tonnen Süßigkeiten?
München - Der Inhalt der vielen großen Kisten könnte farbenfroher kaum sein: Sie sind bis zum Rand gefüllt mit den verschiedensten Bonbons, Lollis, Marzipanriegeln und vielen anderen Süßigkeiten mehr.
Faschingsumzug in München: Absage nach Anschlag
All das sollte eigentlich am Sonntag, 23. Februar, auf dem Faschingsumzug der Damischen Ritter durch die Münchner Innenstadt ans fröhliche Volk verteilt werden. Doch nach dem Anschlag am 13. Februar, bei dem 37 Menschen verletzt, eine Frau und ihre zweijährige Tochter getötet wurden, war niemandem zum Feiern zumute. Der Zug und das Bühnenprogramm am Marienplatz wurden abgesagt.

Narrhalla und Damische Ritter setzen Zeichen: Süßigkeiten für soziale Einrichtungen
Geblieben sind die Berge an Kisten mit Wurfmaterial, teils auch mit Haltbarkeitsdatum. "Uns war sofort klar, dass wir unsere 800 Kilo Süßigkeiten natürlich nicht verfallen lassen", sagt Werner Trollmann, Vizepräsident der Faschingsgesellschaft Narrhalla, die Kooperationspartner des Umzugs ist: "Damit wollen wir den Menschen in unserer Stadt eine kleine Freude machen." Beschenkt werden soziale Einrichtungen, Kindergärten, Schulen oder Seniorenheime, gemeinnützige Aktionen und Vereine.
Die Narrhalla hat über diverse Kanäle einen Aufruf nach guten Ideen zur sinnvollen Verwendung der Süßigkeiten gemacht - und in kürzester Zeit, wie Trollmann der AZ sagt, über 5000 (!) Vorschläge erhalten. Diese gilt es zu prüfen und auszuwählen. Viel Arbeit, die schnell gehen muss, denn schon diesen Sonntag sollen die süßen Spenden ausgegeben werden.
Bei der enormen Zahl an Vorschlägen trifft es sich gut, dass sich die Menge an Bonbons, Popcorn-Tüten und Co. auch noch mal mehr als verdoppelt hat. Der Verein der Damischen Ritter hat sich der Bonbon-Aktion für den guten Zweck angeschlossen und spendet auch sein Wurfmaterial, das für den Umzug gedacht war: rund eine Tonne!
- Themen:
- Marienplatz
- Narrhalla