Münchner Hauptbahnhof: Mann brüllt Nazi-Parolen – U-Haft
München - Gleich in zwei Fällen von Mittwoch ermittelt das Kommissariat 44 der Münchner Kriminalpolizei derzeit.
Wie die Polizei am Freitag mitteilt, ereignete sich der erste Fall am Vormittag. Ein 36-jähriger Münchner verließ den Hauptbahnhof durch die Halle in Richtung Bayerstraße.
München Hauptbahnhof: KVR nimmt 36-Jährigen fest
Kurz vor dem Ausgang traf er auf mehrere Mitarbeiter des kommunalen Außendienstes des KVR. Er stellte sich vor sie und äußerte lautstark eine nationalsozialistische und volksverhetzerische Parole.
Die KVR-Mitarbeiter nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Auf dem Weg rief er antisemitische Beleidigungen und sang ein Lied mit volksverhetzenden Textpassagen.
Mann hatte Hausverbot am Hauptbahnhof
Den Bundespolizisten sagte er kurze Zeit später, er habe zwei Handgranaten zu Hause. Die Münchner Kripo wurde verständigt. Im Laufe der Ermittlungen durchsuchten die Beamten mit einem Durchsuchungsbeschluss die Wohnung des Münchners, konnten dabei aber keine Handgranaten finden.
Es stellte sich heraus, dass der Mann bereits Hausverbot am Münchner Hauptbahnhof hatte. Gegen den 36-Jährigen wird nun wegen Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Hausfriedensbruch ermittelt. Er sitzt in U-Haft.
46-Jähriger angezeigt
In einem zweiten Fall von Mittwochabend rief ein Anwohner am Englischen Garten den Notruf und meldete eine Ruhestörung durch seinen Nachbarn.
Als die Polizisten an dessen Wohnungstür klingelten, öffnete ein 46-Jähriger. Im Gespräch mit den Beamten äußerte er sich ausländerfeindlich und zeigte beim Schließen der Tür laut Polizei "Gesten mit Bezug zur NS-Zeit und äußerte sich auch entsprechend". Der Mann wurde angezeigt.
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