München: Pädophiler Metallbauer (45) vergeht sich an seiner Nichte

Ein Metallbauer wird von seiner Schwester bei ihr Zuhause aufgenommen - vergeht sich an seiner Nichte. Vor Gericht gibt er alles zu und entschuldigt sich bei seinem Opfer.
John Schneider |
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Der Angeklagte mit seiner Anwältin Heidi Pioch.
jot Der Angeklagte mit seiner Anwältin Heidi Pioch.

Ein Metallbauer wird von seiner Schwester in ihrer Wohnung aufgenommen - vergeht sich beim Fernsehen an seiner Nichte. Vor Gericht gibt er alles zu und entschuldigt sich bei seinem Opfer.

München - Als sie sah wie verwahrlost er hauste, nahm seine Schwester den arbeitstlosen Metallbauer Frank S. (45) unter ihre Fittiche, ließ ihn bei sich einziehen. Er dankte es ihr denkbar schlecht.

Am Mittwoch erklärt seine Verteidigerin Heidi Pioch: "Mein Mandant räumt die Vorwürfe der Anklage voll umfänglich ein." Auf Nachfrage der Amtsrichterin Ines Tauscher bestätigt der Angeklagte, dass er seine neunjährige Nichte im Jahr 2015 sexuell missbraucht hat.

Warum kann er sich nicht erklären. Allerdings hatten die sexuellen Übergriffe beim Fernsehen auf der Couch ein Vorspiel. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler kinderpornografische Bilder und Videos bei dem Angeklagten.

Die habe er konsumiert, um einen Kick zu bekommen, sagt er. Er habe unter Depressionen gelitten. Die Ehe mit seiner Ex-Frau sei zuvor an ihren überzogenen Ansprüchen gescheitert.

Mit seiner Schwester habe er immer ein gutes Verhältnis gehabt. Das ist nach den Vorfällen natürlich gründlich erschüttert. Er habe auch nicht gewagt, sich persönlich bei ihr und ihrer Tochter zu entschuldigen. Die Entschuldigung kommt immerhin gestern vor Gericht. "Es tut mir aufrichtig leid", erklärt er.

Das Kind hatte sich ihrem Vater offenbart, der Anzeige erstattete.

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