"Mord ohne Leiche": Die Plädoyers

„Mord ohne Leiche“: Im Prozess gegen den Ex-Freund von Daniela Karaffa haben Ankläger und Verteidigung jetzt ihre Plädoyers gehalten.
John Schneider |
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MÜNCHEN Weiter können die Vorstellungen nicht auseinanderliegen. Während die Staatsanwältin Nicole Selzam an die Schuld von Bülent A. (44) am Tod seiner Ex-Freundin Daniela Karaffa glaubt und in ihrem Plädoyer jetzt lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld fordert, sieht die Verteidigung einen erheblichen Mangel an Beweisen. Ihre Konsequenz: Freispruch für den Pasinger.

Die langjährige Verbindung war laut Selzam zerrüttet. Während die 36-jährige Frau ganz in den beiden gemeinsamen Kindern aufging, „hing der Angeklagte einfach nur herum“. Karaffa habe im Herbst 2012 die Trennung beschlossen und ihn zum Auszug aus ihrer Wohnung aufgefordert.

Am 12. März 2013 telefoniert sie mit ihrem neuen Freund und einer Freundin. Ihre letzten Lebenszeichen. Nach Auffinden der Leiche 14 Monate später wurden am Kopf drei Verletzungen festgestellt, die der Rechtsmediziner auf heftige Schläge zurückführte. Selzam geht davon aus, dass der Angeklagte Karaffa „aus Wut und Verärgerung“ geschlagen hat, das Opfer bewusstlos zu Boden stürzte und an eingeatmetem Blut erstickte.

„Das ist nur eine Wahrscheinlichkeit“, sagte Verteidiger Klaus Woryna in seinem Plädoyer, „eine eindeutige Todesursache konnte der Sachverständige nicht feststellen.“ Nicht einmal ein Herzinfarkt sei ausgeschlossen.

Das Urteil wird am kommenden Donnerstag gefällt.

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