Irrer Trend: Selfie im Gleisbett - Polizei warnt!

Die Polizei staunt über so viel Unbelehrbarkeit. Eine junge Frau setzt sich auf die Schienen am Bahnhof Kaufering und lässt sich fotografieren.
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"Komm wir machen coole Bilder im Gleis!" - Keine gute Idee. Die Polizei warnt vor den lebensgefährlichen Selfies.
Bundespolizei (Symbolbild) "Komm wir machen coole Bilder im Gleis!" - Keine gute Idee. Die Polizei warnt vor den lebensgefährlichen Selfies.

Die Polizei staunt über so viel Unbelehrbarkeit. Eine junge Frau setzt sich auf die Schienen am Bahnhof Kaufering und lässt sich fotografieren.

München - Zwei Bundespolizisten, die am Sonntagabend (6. April) in einem Regionalexpress auf dem Heimweg waren, staunten bei der Einfahrt zum Halt in den Bahnhof Kaufering nicht schlecht. Sie sahen gegen 18:30 Uhr durch das Zugfenster, wie sich am gegenüberliegenden Gleis eine Frau in das Gleisbett begab, sich auf die Schienen setzte und von einem Bekannten fotografiert wurde.

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Die Beamten unterbrachen Ihre Heimreise, verließen den Zug und begaben sich zu den lebensgefährlichen Fotoaufnahmen auf Gleis 3. Kurz nachdem die Frau, eine 25-jährige Brasilianerin, nach Aufforderung der Beamten das Gleis verlassen hatte, fuhr ein Zug ein. Die Frau, die in Planegg bei München wohnt, konnte oder wollte die Aufregung der Bundespolizisten nicht verstehen. Sie zeigte keinerlei Unrechtbewusstsein und "wäre auf jeden Fall rechtzeitig aufgestanden".

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Die Frau erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitsanzeige in Höhe von 25 Euro. Ihr wird gemäß Eisenbahn-, Bau- und Betriebsordnung ein "Unbefugterer Aufenthalt in den Gleisen vorgeworfen. Zudem wird sie zu einem Präventionsgespräch zur Bundespolizei eingeladen werden.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem lebensgefährlichen Phänomen "Selfie" bzw. "Posieren im Gleis". Die Umgebung gerät schnell aus dem Blick, man verlässt sich auf andere, die selbst abgelenkt sind. Mit Alltagserfahrung ist die Gefahr nicht zu erfassen. Ein Zug, der sich mit 160 km/h nähert, benötigt nur 2,27 Se-kunden für 100 Meter. Richtungswechselnder Eisenbahnverkehr oder veränderte Wettersituationen stellen eine oft nicht abschätzbare Gefahr dar.

 

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