Innovative Wiesn-Idee: Gut vernetzte Biertische

 Wohin bloß mit dem Janker im Bierzelt? Die Freisinger Antwort hat es jetzt auf die Wiesn geschafft.
lka |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Damit in den Zelten nichts wegkommt: Unter den Tischen im Winzerer Fähndl sind Netze montiert, die als Stauraum für Jacken und Taschen dienen. (Symbolbild)
dpa Damit in den Zelten nichts wegkommt: Unter den Tischen im Winzerer Fähndl sind Netze montiert, die als Stauraum für Jacken und Taschen dienen. (Symbolbild)

Wohin bloß mit dem Janker im Bierzelt? Die Freisinger Antwort hat es jetzt auf die Wiesn geschafft.

München/Freising - Rudolf Wagner ist stolz. Dieses Jahr ist die Biertischgarderobe zum ersten Mal in einem ganzen Festzelt auf der Wiesn vertreten – alle 700 Tische des Winzerer Fähndl sind mit Netzen ausgestattet, die Handtaschen, Jacken, Schals und Schnupftabak halten.

Das „Biertischnetz“ hat der Freisinger Benno Zierer erfunden, Rudolf Wagner vertreibt es.

Privatleute können sich das Netz für knappe 20 Euro bestellen – es wird unterhalb des Tisches angebracht und dient dort als Stauraum.

Im Biergarten auf dem Viktualienmarkt ist die Garderobe zu entdecken. Das Hippodrom hatte das Netz auf dem Frühlingsfest getestet, für die Wiesn aber nicht bestellt. Winzerer-Wirt Peter Pongratz hatte letztes Jahr schon die Haus- und Brauereiboxen damit bestückt, jetzt wird das ganze Zelt damit ausgestattet.

„Das ist natürlich super – ein Wiesnzelt, in dem täglich tausende Besucher sitzen, in mindestens drei Belegungen pro Tisch – da kommen so viele Leute in Kontakt mit unserer Garderobe“, freut sich Rudolf Wagner.

Denn das Problem des Netzes ist: Viele Menschen bemerken es einfach nicht. Sie nehmen den extra Stauraum nicht war. Wenn aber ein ganzes Bierzelt damit ausgestattet ist, erhöht sich die Chance, dass die Gäste aufmerksam werden. Und ihr Zeug sicher(er) vor Dieben oder umfallenden Maßkrügen verstauen.

„In letzter Zeit habe ich so viel Kontakt mit Vertretern von Brauereien, Baumärkten, Wirten“, sagt Rudolf Wagner. „Kein einziger hat gesagt: Des is a Schmarrn. Alle finden’s eine großartige Idee.“

Bleibt abzuwarten, ob die Wiesngänger ihre Janker im Winzerer Fähndl jetzt seltener vergessen als in anderen Zelten.

 

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.