Im Herbst drosselt die S-Bahn wieder ihr Tempo

Der Herbstfahrplan für die S-Bahn gilt ab 15. September. Dann müssen die Züge wegen schmierigen Laubs langsam fahren, die Taktung wird umgestellt, einige Linien werden geteilt.
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Wieder gab's Verspätungen bei der S-Bahn.
Petra Schramek Wieder gab's Verspätungen bei der S-Bahn.

MÜNCHEN - Der Herbstfahrplan für die S-Bahn gilt ab 15. September. Dann müssen die Züge wegen schmierigen Laubs langsam fahren, die Taktung wird umgestellt, einige Linien werden geteilt.

"Das hätten wir dem Fahrgast gern erspart", sagt S-Bahn-Chef Bernhard Weisser. Wieder müssen die S-Bahnen im Herbst ihr Tempo drosseln: Gegen schmieriges Laub auf den Gleisen sind die Züge immer noch nicht gerüstet. Statt 140 Stundenkilometern dürfen sie deshalb im Herbst nur auf 120, im Wald nur auf 100 Sachen beschleunigen.

Die Folge: Ab 15. September beginnt und endet die S7 ohne Halt an der Hackerbrücke am Hauptbahnhof. Die S6 wird in die Linienäste Kreuzstraße-Ostbahnhof und Tutzing-Ostbahnhof geteilt. Am Ostbahnhof müssen die Fahrgäste umsteigen. Ärgerlich für Pendler, die die S2 und die S5 nutzen: Auf diesen Linien entfällt jeder zweite Verstärkerzug des Zehn-Minuten-Takts.

Glitschiges Laub soll zum letzten Mal stören

Bei anderen Linien kommt es zu leichten Änderungen der Taktzeiten. Wie Ihre Linie betroffen ist, können Sie im Internet unter www.s-bahn-muenchen.de nachschauen. Die geänderten Fahrpläne hängen auch an den Bahnhöfen aus. Der geänderte Plan gilt bis zum 13. Dezember.

Wenigstens bis nach der Wiesn wollte S-Bahn-Chef Weisser den Herbstfahrplan hinausschieben, aber die Aufsichtsbehörde, das Eisenbahnbundesamt (EBA) blieb hart.

Dieses Jahr soll das glitschige Laub nun wirklich zum letzten Mal die S-Bahn stören: Für 27 Millionen Euro will die S-Bahn München die 238 Züge mit Besandungsanlagen aufrüsten. Diese spritzen aus Düsen feinen Sand auf die Gleise und sorgen so für besseren Halt. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagte Weisser. Das notwendige Material hat die Bahn schon angeschafft – jetzt fehlt nur noch die Zulassung von der EBA, dann wird die Flotte aufgerüstet.

„Wenigstens scheint jetzt Bewegung in die Ertüchtigung der Züge gekommen zu sein“, sagt Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste. „Wir haben Verständnis dafür, dass für das EBA die Sicherheit der Fahrgäste an erster Stelle steht. Da darf es keine Kompromisse geben."

lka

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