Im Einsatz: Polizist sticht sich an Spritze von Hepatitis-C-Patienten

München - Bei der Kontrolle eines aggressiven Drogenabhängigen könnte sich ein Bundespolizist am Hauptbahnhof mit Hepatitis C angesteckt haben. Der Beamte stach sich an einer Spritze, die der Mann in seinen Socken versteckt hatte. Das berichtet die Bundespolizei.
Der Polizist war gemeinsam mit Kollegen der Landespolizei gegen 18.30 Uhr zu einer gestürzten Rollstuhlfahrerin gerufen worden. Neben der Frau stand ihr 34-jähriger Begleiter, der die Beamten sofort anschrie und sich mehrere Pillen einwarf.
Einsatz am Hauptbahnhof
Anschließend machte der Münchner Fotoaufnahmen der Polizisten und wollte diese in mehreren sozialen Netzwerken veröffentlichen. Als die Polizisten ihn aufforderten, die Bilder zu löschen, reagierte der 34-Jährige sehr aufbrausend und aggressiv. Die Beamten fixierten den Mann daraufhin am Boden.
Polizist verletzt sich an Spritze
Dabei verletzte sich der Bundespolizist an einer Spritzennadel. Der Drogenabhängige hatte mehrere Nadeln - gebrauchte und ungebrauchte - in seinen Socken versteckt. Bei einer anschließenden Blutentnahme, die der Mann nur mit Fußtritten in Richtung der Beamten über sich ergehen ließ, stellte sich heraus, dass der 34-Jährige an Hepatitis C erkrankt ist.
Der betroffene Bundespolizist wird nun in den kommenden Wochen ärztlich begleitet und sozialmedizinisch betreut. Gegen den einschlägig bekannten 34-jährigen Drogenkonsumenten ermittelt die Bundespolizei wegen Widerstandes und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.
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