G7-Gipfel: Großdemo zum Auftakt in München angekündigt
München - Rund 15 Organisationen wollen am ersten Tag des G7-Gipfels in Oberbayern für einen besseren Klima- und Artenschutz und gegen Hunger und Armut demonstrieren. Das Bündnis fordere von den Staats- und Regierungschefs, "Konsequenzen aus dem russischen Krieg gegen die Ukraine zu ziehen und die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu beenden", teilten die Verantwortlichen am Dienstag mit.
Zu den Unterstützern zählen unter anderem Attac, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Welthungerhilfe und WWF Deutschland. Zu der Großdemonstration am 25. Juni in München würden viele tausend Menschen aus Deutschland und Europa erwartet. Eine konkrete Zahl nannten die Veranstalter nicht.
G7-Gipfel 2022 wieder auf Schloss Elmau
Der G7-Gipfel von sieben führenden Industrienationen auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist vom 26. bis 28. Juni geplant. Auch der letzte G7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft fand 2015 in dem Luxushotel statt. Es wird erwartet, dass es auch vor Ort etliche Protestaktionen aus Anlass des Treffens geben wird.
Die G7-Staaten trügen Verantwortung dafür, dass die Klimakatastrophe und das Artensterben sich dramatisch zuspitzten, betonten die Organisatoren der Münchner Demo. "Wir leben im letzten Jahrzehnt, in dem wir die schlimmsten Folgen dieser Katastrophen noch abwenden können." Der Ausstieg aus den fossilen Energien sei zudem ein "entscheidender Schritt für den Frieden", hieß es im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine. Stattdessen brauche es einen dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien.
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