Fall Sonja Engelbrecht: Führt das Skelett die Polizei zum Mörder?

München/Kipfenberg - Die Polizei hofft, mit Hilfe der gefundenen Knochen die genauen Todesumstände der vor 27 Jahren verschwundenen Sonja Engelbrecht klären zu können. Die sterblichen Überreste waren in einer Felsspalte in einem Wald bei Kipfenberg (Landkreis Eichstätt) gefunden worden, darunter der Großteil des Skeletts einschließlich des Schädels.
Sonja Engelbrecht: Ring und Kleidungsstücke gefunden?
In der schwer zugänglichen Felsspalte wurden offensichtlich aber auch andere Dinge gefunden. Darunter angeblich ein Ring und vermutlich Kleidungsstücke. Ob die Stücke Sonja Engelbrecht gehörten oder einem Fremden, möglicherweise dem Täter, versuchen die Ermittler zu klären. Um was es sich bei den Fundstücken im Einzelnen genau handelt, hält die Polizei aus taktischen Gründen geheim. "Das ist Täterwissen", sagt Polizeisprecher Werner Kraus.
Die großangelegte Suche im Wald wurde am Freitag abgeschlossen. Sämtliche Fundstücke werden nach München gebracht. Sie sollen in den kommenden Wochen und Monaten im Kriminallabor nach Spuren untersucht werden.
Knochen waren jahrelang Wind und Wetter ausgesetzt
Ob sich nach so langer Zeit noch fremde DNA oder Ähnliches sicherstellen lässt, ist fraglich. Auszuschließen ist es nicht, meinen Experten. Die Knochen und anderen Dinge waren allerdings über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt. Am ehesten werden sich Spuren an den Knochen feststellen lassen, Spuren oder Rückstände, die auf die Todesursache einen Hinweis geben könnten.