Die Beschützer der Kaffeepflanzen

In der Lindwurmstraße hat das „Coffeemamas“ eröffnet: Im Café wird der Kaffee geröstet, verkauft und serviert. Es ist das zweite seiner Art, ein erstes „Coffeemamas“ steht in Berlin
Laura Kaufmann |
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Die Familie Hylton-Pankrath, von Berlin über Kalifornien nach München gezogen.
Gregor Feindt 2 Die Familie Hylton-Pankrath, von Berlin über Kalifornien nach München gezogen.
Auf der bunten Sonnenterrasse vor dem Café lässt sich das ebenso bunte Treiben auf der Lindwurmstraße beobachten.
Gregor Feindt 2 Auf der bunten Sonnenterrasse vor dem Café lässt sich das ebenso bunte Treiben auf der Lindwurmstraße beobachten.

Nein, der Name ist nicht nur gewählt, weil er besonders nett klingt. „Coffeemamas“ sind große Bäume auf Kaffeeplantagen, die gepflanzt werden, um den kleinen Kaffeepflanzen Schatten zu spenden. Solche Geschichten erfahren die Gäste von Stefanie Hylton und Rüdiger Pankrath, die vor ein paar Monaten das Café mit besagtem Namen in der Lindwurmstraße eröffnet haben.

Denn hier wird mit Kaffee sehr bewusst umgegangen: Die Bohnen rösten die beiden selbst in der alten amerikanischen Röstmaschine, die mitten im Café steht. „Wir nehmen die Gäste mit unseren Arabica-Sorten einmal um die Welt, Guatemala, Kenia, Indonesien“, sagt Pankrath. „Wir wollen die Vielfalt von Kaffee zeigen.“

Die hauseigenen Röstungen verkaufen sie für etwa 5,90 Euro pro 250 Gramm, je nach Bohne, und schenken sie natürlich aus: Als Espresso (1,50) Cappuccino, Latte Macchiato (2,50), als die australische Variante „Flat White“ mit doppeltem Espresso (3). Dazu gibt’s Bagels mit Namen wie „Cold Turkey“ oder „Jon Hamm“, am beliebtesten ist die Variante mit Lachs, Meerrettich, Kapern und hausgemachtem Cream Cheese (4,50), außerdem Süßes wie Scones und den Carrot Cake (2,50), den Stefanie Hylton perfektioniert hat.

Sie ist eine in München aufgewachsene Amerikanerin, er Berliner. In Berlin hatten sie ihr erstes „Coffeemamas“ am Hackeschen Markt aufgemacht. Dann gingen sie für drei Jahre nach Kalifornien, überließen das Café Bekannten und zogen schließlich nach München. „Da haben wir uns gesagt, machen wir wieder ein Café auf, das können wir“, sagt Pankrath.

In die Lindwurmstraße kommen Angestellte aus der Umgebung und Anwohner vorbei, ein älterer Herr fährt täglich aus Solln hierher. „Er sagt, seine Frau hätte eine Nespresso-Maschine gekauft“, so Pankrath, „jetzt kommt er zu uns, um einmal am Tag einen gscheiten Kaffee zu trinken.“


Lindwurmstraße 46, Mo. bis Fr. 7 – 20 Uhr, Sa. 9 – 20 Uhr, facebook.com/Coffeemamas, Tel.: 20 32 82 87

 

 

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