Der goldene Keller

Im Glockenbachviertel hat das „Hanoi“ aufgemacht: Mit zwei edlen Lounges und einer Tanzfläche, auf der Homos wie Heteros zu Funk und House feiern sollen
Laura Kaufmann |
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Endlich ein schwuler Club, freuen sich die einen. Soll das ein schwuler Club sein? Ist mir gar nicht aufgefallen, sagen die anderen.

„Klassifizierungen mögen wir nicht, und das ist auch aus der Zeit“, sagt Hung Trinh. „Sollen wir hier etwa keine Frauen reinlassen? Das ist doch doof.“

Schwulenaffin und Heterofreundlich, das ist in etwa ist der Mix, den die Macher des „Hanoi“ anstreben: Hung Trinh, der das SpeiseCafé West betrieb, leitet den Laden zusammen mit Gastronom Michael Dietzel vom Café am Hochhaus, der Bar Corso und dem Restaurant Glockenbach sowie Valentina Schunk vom Glockenbach.

Ihr neues Konzept ist letztes Wochenende zur Eröffnung bestens angekommen. „Richtig schön!“ hieß es von allen Seiten, gern kombiniert mit staunendem Streicheln über die Wand, die aussieht wie vergoldetes Wellblech, sich beim Hinfassen aber als optische Täuschung entpuppt. Das verschachtelte Kellerlokal, edel in gold und schwarz gehalten, ist in eine Tanzfläche und zwei Lounges gegliedert. Das Schwanen- und das Drachenzimmer, zu unterscheiden an der Tapete. Dort kann sich auf die rot gepolsterten Bänke zurückziehen, wer gerade nicht auf Funk und House abrocken mag.

Sondern vielleicht lieber gemütlich trinken: An drei Tresen schenken nett anzuschauende Barkeeper Augustiner und Becks (3,50 Euro) und Longdrinks (8,50 Euro) aus. Gestaltet hat das „Hanoi“ Patrick Ferrier, der auch dem Nektar seinen Lounge-Look verpasst hat. Mit Vietnam (oder gar Schwaben) hat der Laden übrigens nicht viel zu tun: „Der Klang des Namens hat uns einfach gut gefallen“, sagt Michael Dietzel.

Ganz früher waren die Räume in der Theklastraße verrufen, als sich im „Cadillac“ noch GIs die Nächte um die Ohren schlugen, zuletzt lockte das „Carmen’s“ ein schwules Publikum an, aber auch der Laden ist schon ein Jahr zu. Das Hanoi öffnet jetzt donnerstags, freitags und samstags seine Pforten. „Jetzt schauen wir mal, wie sich das entwickelt“, sagt Michael Dietzel. „ Aber der Auftakt war super – so kann es gern weitergehen.“ 


 Theklastraße 1, Donnerstag (freier Eintritt), Freitag (6 Euro) und Samstag (8 Euro) ab 22 Uhr, www.hanoi-bar.de

 

 

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