Eine Ode an die Schanigärten in München

Es muss nicht immer Biergarten sein: Die Außengastronomie in der Stadt ist oft eine Alternative. Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Charme. Ein Streifzug.
Carmen Merckenschlager
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Kellnerin Emmylou bringt ein frisches Holzfass-Bier in den Schanigarten der Burg Pappenheim. Seit vier Jahren steht der vor dem Lokal in der Baaderstraße. Zuerst war er eine Notlösung in Zeiten der Pandemie - heute ist er eine urige Erweiterung des Wirtshausgefühls.
Julius Braun 9 Kellnerin Emmylou bringt ein frisches Holzfass-Bier in den Schanigarten der Burg Pappenheim. Seit vier Jahren steht der vor dem Lokal in der Baaderstraße. Zuerst war er eine Notlösung in Zeiten der Pandemie - heute ist er eine urige Erweiterung des Wirtshausgefühls.
Schaut fast aus wie ein alter, gemütlicher Balkon: Der Schanigarten der Fortuna Cafébar in der Sedanstraße 18 hat ein Geländer drumherum.
Myriam Siegert 9 Schaut fast aus wie ein alter, gemütlicher Balkon: Der Schanigarten der Fortuna Cafébar in der Sedanstraße 18 hat ein Geländer drumherum.
Rustikal: der Schanigarten des Bürgerheims im Westend.
Julius Braun 9 Rustikal: der Schanigarten des Bürgerheims im Westend.
Nur ein paar Schritte vom Gärtnerplatz entfernt: Die Schanigärten von Café Al Teatro und der Deutschen Eiche grenzen direkt aneinander.
Julius Braun 9 Nur ein paar Schritte vom Gärtnerplatz entfernt: Die Schanigärten von Café Al Teatro und der Deutschen Eiche grenzen direkt aneinander.
Quietschgelb und bunte Kisserl: Im Lapapp in der Baaderstraße schreit es förmlich nach Sommer.
Julius Braun 9 Quietschgelb und bunte Kisserl: Im Lapapp in der Baaderstraße schreit es förmlich nach Sommer.
Helmut (l.), Heidi und Daniel genießen es draußen vorm Pappenheim.
Julius Braun 9 Helmut (l.), Heidi und Daniel genießen es draußen vorm Pappenheim.
Ein bisserl edler sitzt man im Lokal Vinaiolo in der Steinstraße.
Myriam Siegert 9 Ein bisserl edler sitzt man im Lokal Vinaiolo in der Steinstraße.
Lauschig ist’s vor dem Marie-Therese in der Pettenkoferstraße.
Myriam Siegert 9 Lauschig ist’s vor dem Marie-Therese in der Pettenkoferstraße.
Sie trinken gern mal einen Wein draußen in der Pizzeria Monaco in der Reichenbachstraße: Mareike Osten und ihr Mann Volker Schmidt.
Daniel von Loeper 9 Sie trinken gern mal einen Wein draußen in der Pizzeria Monaco in der Reichenbachstraße: Mareike Osten und ihr Mann Volker Schmidt.

Die Pandemie wünscht sich freilich keiner zurück. Doch was Gutes hatten die Einschränkungen: Wie ein Katalysator wirkte Corona auf die Außengastronomie. In München brach das Zeitalter der Schanigärten an.

Jedes Jahr zum 1. April öffnen nun rund 600 Lokale in der ganzen Stadt ihren zusätzlichen Außenbereich. Bis Ende Oktober dürfen die Aufbauten stehen bleiben. Manche sind aufwendig verziert, manche schlicht zusammengezimmert, ihren Reiz haben sie alle.

Die Münchner lieben ihre Schanigärten

Zwar hat das Konzept – das wohl ein Kaffeehausbesitzer im 18. Jahrhundert in Wien ersonnen hatte – nicht nur Freunde. Schließlich stehen die Aufbauten zumeist auf Parkplätzen. Immer wieder kommt es zu Ärger. Auch Lärm und Müll sorgen immer mal wieder für Zoff.

Aber: Bei einem Rundgang (siehe unsere Fotostrecke etwas weiter oben) stellt die AZ mal wieder fest: Sehr viele Münchner lieben die Schanigärten – in allen Formen.

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  • DerMünchner vor 5 Stunden / Bewertung:

    Kein Wunder, dass Schanigärten so beliebt sind. Man ist beim Essen und gleichzeitig aber trotzdem mitten im Stadtleben. Die Dinger sind auch immer voll bei schönem Wetter. Das ist eine der wenigen guten Dinge die Covid gebracht hat.

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  • tutnixzursache vor 8 Stunden / Bewertung:

    Es gibt wirklich nichts gemütlicheres wie zwischen parkenden und fahrenden Autos zu essen. Deshalb hat mich auch noch nie ein Schanigarten als Gast begrüßen dürfen. Da gibt es genug gemütlich Alternativen mit Wirtsgarten weg von der Straße.

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  • marshal vor 8 Stunden / Bewertung:

    Es gibt tatsächlich wirklich ansehnliche Schanigärten. Der Großteil ist leider hässlich, bzw. billigst Zusammengestellt mit Baustellencharm. Schwieriger finde ich, die Vergabe. Um noch Platz für Parkplätze, Kieferzonen etc. zu lassen, kann nur jeder zweite eine Außengastro betreiben. Das ist natürlich für die Unberüchsichtigten ein massiver Nachteil. Als in der Türkenstraße einige ihre Schanigärten statt um 23 Uhr um 22 Uhr schließen sollten, haben die mit einem Umsatzeinbruch von 50 % argumentiert (auch in der AZ). Wenn das stimmt, haben die ohne so gut wie gar keinen (machen ja auch genug zu). Gerecht wäre es, wenn die Vergabe in Straßen, wo es mehr Gastronomie wie Schanigärten gibt, die Vergabe jährlich roulieren zu lassen.

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