Ein Schandfleckerl weniger: Alles neu an der Paul-Heyse-Unterführung

Die Unterführung an der Paul-Heyse-Straße war dunkel und greislig. Ab heute kann man wieder durchfahren und sich freuen, dass es hier nun heller und leiser ist.
von  AZ
Die neue Verschalung soll die Paul-Heyse-Unterführung auch ruhiger machen.
Die neue Verschalung soll die Paul-Heyse-Unterführung auch ruhiger machen. © Daniel von Loeper

München - Taubendreck, Müll, wenig Licht und Abgasgeruch: Durch die Paul-Heyse-Unterführung zu gehen oder zu radeln war kein Vergnügen. Hier war es einfach nur greislig. Nun, ab heute soll alles besser, heller und freundlicher werden.

Alles neu an der Paul-Heyse-Unterführung: Hell und energiesparend

Denn die Sanierung des 210 Meter langen Durchgangs ist abgeschlossen. Heute wird die Unterführung auch wieder für den Verkehr freigegeben. Seit Anfang 2021 wurde hier intensiv gewerkelt. Nun ist die Beleuchtung besser und energiesparender, da mit LED. Das Licht ist "metallisch-blau" heißt es von der Stadt.

Heute können wieder in beiden Fahrbahnen Autos durch die Unterführung fahren.
Heute können wieder in beiden Fahrbahnen Autos durch die Unterführung fahren. © Daniel von Loeper

Das soll dafür sorgen, dass die Stahlkonstruktion aus dem frühen 20. Jahrhundert endlich nicht mehr in der Düsternis verschwindet, sondern zur Geltung kommt. Zumindest im Vorbeifahren, denn dass der Münchner verzückt in der Paul-Heyse-Unterführung stehen bleibt, kann man sich freilich nicht vorstellen.

Deutlich verbesserte Akustik

Außerdem wurde die Unterführung so umgebaut, dass es nun deutlich ruhiger zugeht. Wie das Baureferat mitteilt, hört es sich dank neuer Metallpaneele nun so an, als würden bis zu 60 Prozent weniger Autos durch die Paul-Heyse-Unterführung fahren. Das ist natürlich nicht so, aber zumindest ist der Lärmpegel entsprechend reduziert.

Vor allem für Radfahrer wollte die Stadt die Unterführung sicherer machen. Dafür wurde das Lichtkonzept überarbeitet. Jetzt ist es auf dem Radlweg heller.
Vor allem für Radfahrer wollte die Stadt die Unterführung sicherer machen. Dafür wurde das Lichtkonzept überarbeitet. Jetzt ist es auf dem Radlweg heller. © Daniel von Loeper

Eigentlich wollte man 20 Jahre mit der Sanierung warten

Mit dem heutigen Tag geht also ein langes Kapitel der Münchner Schandfleckerl zu Ende. Denn gerade um diesen Ort wurde viel gestritten zwischen der Stadt und der Deutschen Bahn, in deren Eigentum sich die Unterführung zumindest zum Teil befindet. Die Bahn jedoch wollte mit der Sanierung noch 20 Jahre warten, die Stadt, verantwortlich für Fahrbahnen, Beleuchtung, Rad- und Fußweg hat nun also alleine gewerkelt.

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