Eifersuchts-Mord in Schäftlarn: Anwalt vor Gericht

In München sitzt ein Anwalt auf der Anklagebank. Der Vater von vier Kindern soll seine Frau mit zahlreichen Messerstichen grausam umgebracht haben, die jüngste Tochter war bei der Bluttat im Haus.
dpa |
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Anwalt Michael N. vor Gericht: Er soll seine Frau in Schäftlarn erstochen haben.
jot 3 Anwalt Michael N. vor Gericht: Er soll seine Frau in Schäftlarn erstochen haben.
Ein idyllisches Haus in Hohenschäftlarn bei Ebenhausen und München: Hier hat ein Anwalt seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen
Martha Schlüter/Stepmap 3 Ein idyllisches Haus in Hohenschäftlarn bei Ebenhausen und München: Hier hat ein Anwalt seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen
Ein idyllisches Haus in Hohenschäftlarn bei Ebenhausen und München: Hier hat ein Anwalt seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen
Martha Schlüter 3 Ein idyllisches Haus in Hohenschäftlarn bei Ebenhausen und München: Hier hat ein Anwalt seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen

In München sitzt nun ein Anwalt auf der Anklagebank. Der Vater von vier Kindern soll seine Frau mit zahlreichen Messerstichen grausam umgebracht haben, die jüngste Tochter war bei der Bluttat im Haus.

München – Wegen Mordes an seiner Ehefrau muss sich seit Mittwoch Rechtsanwalt Michael N. vor dem Münchner Schwurgericht verantworten. Bei der Polizei hatte der 47-Jährige die Bluttat zugegeben, in dem Prozess machte er keine konkreten Angaben zum Tatvorwurf. Er sei damals in einer „Lebenskrise“ gewesen, sagte er.

Der Anwalt einer Wirtschaftskanzlei hat laut Anklage seine Frau am 26. Juni 2012 in der Familienwohnung in Schäftlarn südlich von München getötet. Der Jurist soll seiner Frau ein Messer in den Rücken gestoßen und immer wieder auf die völlig überraschte 37-Jährige eingestochen haben. Dann soll er der vierjährigen, jüngsten Tochter gesagt haben, dass die Mama ihn geärgert habe, er habe sie deshalb getötet. Anschließend rief der Mann die Polizei. Als Motiv nehmen die Ermittler an, dass der Mann zwar an Scheidung dachte, aber seine Frau „aus krasser Eigensucht keinem anderen gönnte“.

Das Paar hat im Jahre 2000 geheiratet und vier Kinder bekommen, die heute bis 13 Jahre alt sind. Zunächst sei die Ehe glücklich gewesen, sagte der Rechtsanwalt. Es habe zwar immer mal Streit gegeben, „aber nie etwas Grundsätzliches“. Dann sei eine „ganz schlechte Zeit“ gekommen. Der Mann verdächtigte seine Frau der Untreue. Gleichzeitig hat er laut Staatsanwaltschaft aber selbst über ein Internetportal Kontakt zu anderen Frauen gesucht und eine Affäre begonnen.

Der Angeklagte räumte ein, dass er in der Ehe auch gewalttätig werden konnte. So habe er einmal eine Tür eingetreten. Das habe seiner Frau Angst eingejagt. Gewalt gegen sie sei für ihn aber „tabu gewesen“, versicherte der 47-Jährige. Für den Prozess sind 16 Verhandlungstage geplant.

 

 

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