Drei Frauen überfallen: Sex-Verbrecher gesteht

Er suchte sich wahllos die Frauen aus und versuchte sie zu vergewaltigen: Vor dem Landgericht München gestand ein 27-Jähriger die Überfälle. Eines der Opfer erlitt einen Herzinfarkt und ist schwerbehindert.
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MÜNCHEN - Er suchte sich wahllos die Frauen aus und versuchte sie zu vergewaltigen: Vor dem Landgericht München gestand ein 27-Jähriger die Überfälle. Eines der Opfer erlitt einen Herzinfarkt und ist schwerbehindert.

Ein 27-jähriger Mann hat am Montag vor dem Münchner Landgericht drei brutale Sex-Überfälle auf Frauen in München gestanden. Alle drei Verbrechen geschahen um die Jahreswende 2009/2010. Zudem habe er einige Wochen zuvor seine schwangere Ehefrau vergewaltigt, gab der Angeklagte zu.

Das Gericht hatte dem aus Kolumbien stammenden Mann zuvor im Falle eines Geständnisses eine Strafe von höchstens neun Jahren und sechs Monaten zugesagt. Eines seiner Opfer erlitt infolge des massiven Angriffs einen Herzinfarkt und ist inzwischen schwerbehindert.

Laut Anklage hatte der Mann zu Silvester 2009 gegen vier Uhr morgens eine Zeitungsausträgerin von hinten angegriffen und ihr ein Messer gegen den Bauch gedrückt. Er würgte sie mit dem Unterarm, doch zuvor hatten bereits Nachbarn die Schreie der 43-Jährigen gehört und Fenster geöffnet. Schließlich ließ der Angreifer von der sich heftig wehrenden Frau ab, hatte ihr aber bereits zahlreiche Schnittverletzungen zugefügt. Das Opfer erlitt als Folge des Überfalls einen Herzinfarkt und musste notoperiert werden.

Eine 33-Jährige griff der Mann knapp zwei Wochen später abends auf dem Heimweg von hinten an. Er schleifte sie in ein Haus, zerrte sie die Kellertreppe hinunter und verging sich an ihr. Vier Tage später wurde eine 74 Jahre alte Frau in der Toilette eines U-Bahnhofs Opfer des Triebtäters. Er habe sie gewürgt und versucht zu vergewaltigen, bis zwei Mitarbeiter der U-Bahn-Wache die Frau befreien konnten.

Allen Opfern blieb durch das Geständnis des Angeklagten eine Zeugenaussage erspart. Gegen den 27-Jährigen wird der Prozess Ende Januar mit dem psychiatrischen Gutachten fortgesetzt.

dpa

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