Diese Gerichtsprozesse stehen 2021 in München an

Eine IS-Terroristin, ein Mord ohne Leichen: Die Münchner Gerichte haben auch im neuen Jahr einiges zu tun.
John Schneider
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Im neuen Jahr wird es viele große Prozesse an Münchens Gerichten geben.
Im neuen Jahr wird es viele große Prozesse an Münchens Gerichten geben. © David-Wolfgang Ebener/dpa

München - Der Prozess gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler und drei weitere ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens wegen des Dieselskandals dürfte noch am längsten dauern. Bis zum 20. Dezember 2022 sind Termine in dem Verfahren wegen hunderttausendfachen Betrugs angesetzt.

Aber es ist nicht der einzige Mammutprozess, der Münchens Gerichte auch im neuen Jahr noch beschäftigen wird. So wartet die mutmaßliche IS-Terroristin Jennifer W. immer noch auf ihr Urteil. Die junge Frau aus Niedersachsen muss sich wegen Mordes und Kriegsverbrechen vor dem Oberlandesgericht München verantworten.

Prozess gegen mutmaßliche IS-Terroristin

Sie soll sich im Irak der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen und 2015 dabei zugesehen haben, wie ein fünf Jahre altes jesidisches Mädchen qualvoll verdurstete. Der Prozess begann im April 2019 und sollte eigentlich schon längst beendet sein. Nun sind bis April 2021 weitere Termine geplant.

Am schnellsten wird wohl jetzt der monatelange Prozess, Beginn war im März diesen Jahres, gegen einen Großvater (56) aus dem Fünf-Seen-Land wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs seiner Enkel und deren Freunde beendet werden können.

Der Angeklagte hatte in dem Prozess seinerseits schwere Vorwürfe gegen einen früheren Erzieher und einen damals angehenden Priester erhoben. Da die mutmaßlichen Taten Jahrzehnte zurückliegen, könnten sie verjährt sein. Das Erzbistum München und Freising hat angekündigt, die Vorwürfe aufzuarbeiten.

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Mindestens bis März 2021 wird wohl im Prozess gegen den Mann (45) verhandelt, der seine Frau und seine Stieftochter ermordet haben soll. Das Problem für Ermittler und Gericht: Die Leichen der beiden Frauen sind bislang nicht aufgetaucht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte zuerst im Streit seine Frau tötete und danach die Tochter ermordete, um die Tat zu verschleiern. Er ist wegen Totschlags und Mordes angeklagt. Bei mehreren Suchaktionen, unter anderem in einem Waldstück, entdeckten Polizisten eine Fußmatte und einen Teppich mit Blutspuren. Der Angeklagte stritt die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses ab.

 

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