Das Wunder-Teleskop ist gelandet
MÜNCHEN - Seit gestern ist das James Webb Weltraum-Fernrohr erstmals in Deutschland und steht im Hof des Deutschen Museums: 2013 soll es ins Weltall geschossen werden.
Es ist 12 Meter hoch, 3 Tonnen schwer, besteht aus achtzehn Spiegel-Segmenten und ist erst auf den zweiten Blick als Weltraum-Teleskop identifizierbar. Seit Montag ziert es den Innenhof des Deutschen Museums: Ein 1:1-Modell des James Webb Weltraumteleskops (JWST), das 2013 ins All geschossen wird.
Ein Co-Prejekt von NASA, CSA und ESA
Mit diesem Co-Projekt der Weltraumagenturen NASA (USA), CSA (Kanada) und der europäischen ESA sollen Fragen über die Entstehung des Universums, den Urknall, die mysteriösen schwarzen Löcher „und warum Sterne aus staubigem Gas bestehen“ beantworten, so John C. Mather, Chefwissenschaftler der JWST Mission.
Nachdem es schon von Seattle, Orlando, Washington, Montreal bis nach Dublin undParis gereist ist, ist das Modellteleskop jetzt zum ersten Mal in Deutschland zu besichtigen. Der Nachfolger des Hubble Space Teleskopes wird bis 26. Oktober am Deutschen Museum zu bewundern sein.
4,5 Milliarden Dollar kostet das Projekt insgesamt
An dem insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar schweren Projekt beteiligt sich Deutschland mit 100 Millionen Euro, die an das EADS-Tochterunternehmen Astrium zur Entwicklung eines Infrarot-Spektrometers (NIRSpec) gehen.
Mit ein Ziel der Unternehmen ist es, das Interesse der Öffentlichkeit für das Thema Raumfahrt und das kostspielige Projekt zu wecken. Besonders für Schulklassen wird es extra Führungen und Besichtigungen geben, so Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums.
Und für alle Interessierten, die nicht über nötiges Fachwissen verfügen aber Spaß am Basteln haben, gibt es auf www.deutsches-museum.de eine Bauanleitung für ein Modellteleskop nebst Erklärung der einzelnen Teile.
F. Matthey
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