Armes München: So viele Münchner leben von Hartz IV
München - Schöne Zahlen sind das nicht: Fast 270.000 Menschen in München leben laut dem Armutsbericht 2017 in relativer Armut - etwa jeder sechste Einwohner also. Vor allem ältere Menschen sind betroffen, Familien mit Kindern, Alleinerziehende, chronisch Kranke und Münchner ohne Schul- und Berufsabschluss.
Nur die Hälfte davon, rund 130.000 Münchner, beziehen Sozialleistungen: 75.047 davon bekamen Anfang Januar Hartz IV (davon 21.520 Kinder unter 15 Jahren), erklärt das Sozialreferat. 15.311 Senioren bezogen Grundsicherung zu ihrer Rente.
Immerhin: Mit diesen Zahlen steht München besser da als die anderen 15 großen Städte Deutschlands wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt - das ergeben Vergleichszahlen aus dem Jahr 2016, mit denen sich der Stadtrat am Donnerstag befasst hat.
Eine zentrale Kennziffer ist die "Transferleistungsdichte", also der Anteil der Hilfeempfänger pro 1.000 Einwohner. Die Auswertung ergab für München eine Hilfeempfängerdichte von 62 Einwohnern pro 1.000. Damit liegt die Stadt unter dem Durchschnitt der verglichenen Städte (131 Hilfeempfänger pro 1.000 Einwohner).
Auch bei der Altersarmut steht München besser da. Hier bekommen 11,9 (von 1.000 Einwohnern) Grundsicherung im Alter, der Schnitt in Deutschland liegt bei 16,7.
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