2,4 Millionen erbeutet: Anlagebetrüger (74) vor Gericht
München - Patrick D. (74, Name geändert) hat als Mitglied einer Bande laut Anklage geholfen, Anleger um 2,4 Millionen Euro zu betrügen. Dafür wird ihm am Landgericht der Prozess gemacht.
Der 74-Jährige fungierte als Präsident, CEO oder Geschäftsführer von Unternehmen, die nur auf dem Papier existierten, aber wertlose Aktien ausgaben. Per Telefon und unter falschem Namen riefen die Bandenmitglieder bei ihren Opfern an, gaben sich als Investmentmakler aus und überredeten sie, Aktien dieser Unternehmen zu kaufen.
Das Geld der getäuschten Anleger landete auf den Konten von Patrick D., der das Geld an die anderen, noch nicht identifizierten Komplizen weiterleitete. Die Prozessbeteiligten kamen am Mittwoch zu einer verfahrensabkürzenden Einigung. Wenn der 74-Jährige gesteht, wird er mit einer Haftstrafe nicht über zwei Jahre davonkommen. Diese würde zur Bewährung ausgesetzt. Allerdings muss er zusätzlich mit einer hohen Geldstrafe rechnen.
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