Raumschiff am Frankfurter Flughafen

The Squaire, das "liegende Hochhaus" über dem Frankfurter Flughafenbahnhof, ist still und ohne großes Fest eröffnet worden
Hans-Werner Rodrian |
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660 Meter lang und eine Milliarde teuer: der neue Über-Bahnhof am Frankfurter Flughafen.
660 Meter lang und eine Milliarde teuer: der neue Über-Bahnhof am Frankfurter Flughafen.

Am Frankfurter Flughafen hat ein gewaltiges Raumschiff angelegt. Es steht auf 86 Stelzen über dem ICE-Bahnhof des Flughafens, die Außenhaut glitzert in der Sonne, in den 2000 verbauten Glasscheiben spiegeln sich zwei Autobahnen und die Flieger, die vom Airport nebenan in alle Welt starten. Mit 660 Metern Länge ist "das größte liegende Hochhaus der Welt" (so die Eigenwerbung) eins der größten Gebäude Deutschlands geworden. Allein im Innenhof hätte die Frankfurter Alte Oper Platz.
Jahrelang war dies Deutschlands größte Baustelle, bis 2010 hieß sie "Airrail Center" und trägt seitdem den etwas gewöhnungsbedürftigen Namen "The Squaire". Jetzt ist der Gigant weitgehend fertig. Jedenfalls sind die Außenarbeiten fertig. Mit tagesmietbaren Büros und einem Business Club, Einkaufszentren und Restaurants soll daraus ein Treffpunkt für Flugreisende aus aller Welt werden. Und die Hilton-Kette zieht mit gleich zwei Hotels ein. Schließlich ist man direkt verbunden mit Fernbahnhof und Terminal 1 des zweitgrößten Flughafens Europas.

 

Im Parkhaus wird es sogar Strom-Zapfsäulen gegen

Rund eine Milliarde Euro hat der Bau gekostet. Wie üblich bei solchen Großprojekten dauerte alles viel länger als geplant und wurde auch sehr viel teurer. Ein Drittel der schicken Shops und Büros in "New Work City" sucht auch noch solvente Mieter. Bei Quadratmeterpreisen ab 25 Euro ist das eben ein teurer Spaß.
Eine offizielle Eröffnung wird es deshalb wohl vorerst auch nicht geben. Aber mittlerweile können Bahn- und Flugpassagiere die riesige Halle über den Bahngleisen bestaunen. Bald wird das gewaltige Atrium auch zum Flanieren freigegeben. Und die beiden Hotels wollen im Lauf des Jahres Stockwerk für Stockwerk mit einem sogenannten Soft Opening starten.
Ab April öffnet der große Supermarkt - er wird sieben Tage die Woche von fünf Uhr früh bis nachts um eins geöffnet haben. Im Bau ist zudem ein Parkhaus für 2500 Autos. Dort soll es sogar Stromzapfsäulen geben - ganz ökologisch für die Reisenden der Zukunft, die natürlich mit ihrem Elektroauto andocken.


 

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