Keine Einigung für Metall-Zeitarbeiter

Die Tarifverhandlungen über Branchenzuschläge für mindestens 240 000 Leiharbeiter in der Metall- und Elektroindustrie haben auch in der dritten Runde zu keiner Einigung geführt.
dpa |
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Frankfurt/Main - Die IG Metall verständigte sich nach eigenen Angaben am Freitagabend mit dem Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) auf die Einrichtung einer technischen Kommission, die den nächsten Verhandlungstermin vorbereiten soll.

Aus Sicht der IG Metall liegen Arbeitgeber und Gewerkschaft in wesentlichen Punkten noch weit auseinander. "Ohne eine akzeptable Regelung zur fairen Bezahlung der Leiharbeitnehmer gibt es keine Lösung des Tarifkonflikts", erklärte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, in Frankfurt. Dazu gehöre ein Branchenzuschlag, der ab dem ersten Tag gezahlt werden solle.

Die IG Metall will für Zeitarbeiter eine Angleichung an die Entgelte der Stammbelegschaften erreichen und den Abbau vom Stammarbeitsplätzen verhindern. Vor Beginn der Gespräche hatten nach Gewerkschaftsangaben rund 300 Beschäftigte für einen Branchenzuschlag demonstriert, der auf die Tarifgehälter der Leiharbeiter aufgeschlagen werden soll.

Die Materie lag in Frankfurt erstmals auf dem Verhandlungstisch und ist sehr komplex. Zudem besteht ein enger Zusammenhang zu den Metalltarifverhandlungen, in denen in den nächsten Warnstreiktagen nichts vorangehen dürfte. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate sowie mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitern und die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten.

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