Huawei: US-Blockade drückt Smartphone-Absatz

Der chinesische Huawei-Konzern hat eingeräumt, dass die US-Sanktionen den Verkauf seiner Smartphones in Deutschland bremsen.
dpa |
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Huawei will spätestens im kommenden Frühjahr ein eigenes Betriebssystem zur Marktreife bringen.
Mikko Stig/Lehtikuva/dpa Huawei will spätestens im kommenden Frühjahr ein eigenes Betriebssystem zur Marktreife bringen.

Düsseldorf - Der chinesische Huawei-Konzern hat eingeräumt, dass die US-Sanktionen den Verkauf seiner Smartphones in Deutschland bremsen.

"Unser Marktanteil in Deutschland ist bis zuletzt auf mehr als 20 Prozent gestiegen in den vergangenen Jahren. Aktuell stockt der Verkauf logischerweise etwas", sagte der stellvertretende Chef von Huawei Deutschland, David Wang, der "Rheinischen Post" (Dienstag). Auslöser sei die Sorge der Kunden, dass Huawei keine Updates des Android-Betriebssystems von Google mehr bekommen werde.

Die USA hatten Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, mit denen US-Firmen keine Geschäftsbeziehungen ohne eine spezielle Genehmigung unterhalten dürfen. Für Betriebssysteme ist die Regelung noch bis Mitte August ausgesetzt, Google will laut einem Medienbericht eine langfristige Ausnahme erreichen. Huawei hatte bereits angekündigt, spätestens zum kommenden Frühjahr ein eigenes Betriebssystem zur Marktreife bringen zu können. Für den europäischen Markt ist aber die Integration von Google-Diensten wichtig.

Wang bekräftigte zugleich, dass Huawei von einer Kooperation mit deutschen Mobilfunk-Anbietern beim Aufbau der superschnellen 5G-Netze ausgehe. "Wir liefern aktuell Netzwerkelemente für den Ausbau der LTE-Netze von Deutsche Telekom, Vodafone Deutschland und von Telefonica Deutschland", sagte der Huawei-Manager. "Wir rechnen damit, dass wir auch beim Bau der künftigen 5G-Netze mit diesen drei Unternehmen eng zusammenarbeiten." Huawei wolle auch die erwarteten Sicherheits-Auflagen für 5G-Lieferanten erfüllen. "Es hat niemals irgendwo einen Hinweis auf eingebaute Hintertüren in unserer Software gegeben", betonte Wang.

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