Dax setzt Erholung langsamer fort
Frankfurt/Main - Der Dax knüpfte an seinen Gewinn vom Vortag an und stieg um 0,15 Prozent auf 9677 Punkte. Zwischenzeitlich hatte der deutsche Leitindex sogar die Marke von 9700 Punkten überwunden.
Für den MDax ging es am frühen Nachmittag um 0,76 Prozent auf 16 096 Punkte nach oben, der TecDax zog sogar um 1,66 Prozent auf 1262 Zähler an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat bei 3246 Punkten auf der Stelle.
Sehr positive Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten hätten am Morgen für den dringend benötigten Befreiungsschlag und neuen Optimismus unter den Anlegern gesorgt, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. In den USA waren die Verkäufe neuer Häuser im August extrem stark gestiegen.
Die US-Börsen hatten daraufhin am Mittwoch klar im Plus geschlossen. Am Donnerstag trübten neue Daten dieses positive Bild etwas und sorgten für reduzierte Gewinne: Die Aufträge für langlebige Güter waren wegen eines Sondereffekts im August so stark wie noch nie gefallen. Ohne die stark schwankenden Order für Transportgüter hingegen stiegen die Bestellungen überraschend deutlich.
Im Dax waren unter anderem Versorger-Aktien gefragt. So stiegen die Papiere von Eon und RWE um jeweils mehr als ein Prozent. Nach enttäuschenden Zahlen des Wettbewerbers HB Fuller zählten die Titel von Henkel hingegen zu den Schlusslichtern im Leitindex. Der US-Hersteller von Industrieklebstoffen verfehlte in seinem dritten Geschäftsquartal laut Händlern vor allem beim Gewinn die Markterwartungen deutlich. Die Henkel-Vorzüge verloren ein Prozent.
Unter den Favoriten im MDax stiegen die Aktien von Airbus um 3,8 Prozent. Der Flugzeugbauer erwartet in den kommenden 20 Jahren ein deutliches Wachstum im weltweiten Luftverkehr. Aktien von Dürr legten ebenfalls zu: Der Hersteller von Fahrzeug-Lackieranlagen bleibt auch nach der Übernahme von Homag in Kauflaune. "Wir sind offen für weitere Akquisitionen", sagte Konzernchef Ralf Dieter der "Börsen-Zeitung". Dürr-Papiere zogen um mehr als drei Prozent an.
An der TecDax-Spitze schnellten die Aktien von Aixtron um 13,87 Prozent auf 11,18 Euro in die Höhe. Der angeschlagene LED-Ausrüster erhielt einen Großauftrag aus China. Damit habe der Spezialmaschinenbauer die Voraussetzungen für ein ordentliches Umsatzwachstum im nächsten Jahr geschaffen, sagte Analyst Fabian Süßenguth von der Landesbank Baden-Württemberg.
Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,79 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 137,70 Punkte. Der Bund Future gewann 0,28 Prozent auf 149,28 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2712 (Mittwoch: 1,2826) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7863 (0,7796) Euro.