Sicherheit auf Pedelec und E-Bike: Das sollten Sie beachten
München - Mittlerweile gibt es immer mehr Unfälle mit E-Bikes, also elektrischen Fahrrädern. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, die vielleicht nicht mehr ganz so fit sind. Doch woran liegt das?
99 Prozent der hierzulande verkauften E-Bikes – drei Millionen davon sind laut aktueller Statistik bereits in Deutschland unterwegs – können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h fahren. Das sind zwei bis fünf mehr als beim "normalen" Radfahren, erklärt Welf Stankowitz vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat: "Allein schon deshalb ist hier besondere Vorsicht angesagt." Denn gerade Autofahrer könnten das Tempo von Pedelecs nicht richtig einschätzen.
Üben, bevor es richtig losgeht
Und da E-Biker schneller unterwegs sind, sollten sie auch das Bremsen üben, um in kritischen Situationen nicht überrascht zu werden. Gleiches gilt nach Ansicht der Experten für das Kurvenfahren. Wer nicht unsanft aus der Bahn geworfen werden will, sollte sich langsam an die Geschwindkeit herantasten. "Jeder sollte sich lieber mal eine Stunde Zeit nehmen und auf einem freien Platz oder Parkplatz üben, dann wird man auch sicherer und weiß, wie man mit seinem eigenen Pedelec umgehen kann", sagt Welf Stankowitz.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat empfiehlt, immer einen Helm zu tragen, sei es auf dem Fahrrad oder natürlich auf dem schnelleren Pedelec. Was für den Autofahrer der Sicherheitsgurt, ist für Radler der Helm. "Ob verpflichtend oder nicht verpflichtend: Den Kopf sollte man immer schützen und von daher den Helm aufziehen", sagt der Experte. Die Helm-Testsieger von "Stiftung Warentest" finden Sie hier.
Und noch ein Tipp: Aufpassen, vorausschauend und konzentriert fahren und vielleicht auch mal die Geschwindigkeit ein wenig zurücknehmen. So kommt jeder E-Biker mit Sicherheit über den Berg.
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