Renault macht kräftig Wind
KÖLN - Der Name ist Programm: Mit dem Wind bringt Renault seinen ersten Coupé-Roadster – auf Twingo-Basis. Die Benziner TCe 100 mit 101 PS und 1.6 16V 130 mit 133 PS sorgen für agile Fahrleistungen und reichlich Fahrspaß.
Das Ganzjahres-Hardtop des Wind klappt elektrisch betrieben in nur zwölf Sekunden auf oder zu. Als einziges Fahrzeug seiner Klasse bietet er bei offenem und geschlossenem Dach das selbe Laderaumvolumen von 270 Litern.
Zum Öffnen (nur im Stehen) schwingt die Dachkonstruktion zunächst senkrecht nach oben. Dann klappt das ebenfalls hinten angeschlagene Dachsegment auf einer Achse in Höhe der B-Säule um 180 Grad nach hinten, bis es mit der Oberseite nach unten auf der Heckklappe zu liegen kommt. Schließlich senkt sich die Dachabdeckung wieder in die Ausgangslage nach unten.
Fahrer oder Beifahrer müssen das Hardtop lediglich von Hand ent- oder verriegeln und den Schalter in der Mittelkonsole betätigen, bis ein akustisches Signal ertönt und der Hinweis „Dach geöffnet“ oder „Griff verriegeln“ im Display angezeigt wird.
Der 3,83 Meter lange Renault Wind kommt wie ein Pfeil daher. Die breite Spur lässt ihn bullig auf der Straße stehen. Eine optische Anleihe aus dem Rennsport bildet der Heckdiffusor, in den das verchromte Auspuffendrohr integriert ist.
Der größere Motor schafft 201 Sachen
Basisaggregat ist der nach dem Downsizing-Prinzip konstruierte Turbobenziner TCe 100. Er kommt auf einen Verbrauch von 6,3 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 190 km/h. Der stärkere 1.6 16V 130 wurde von Renault Sport entwickelt. Er beschleunigt den Renault Wind in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und schafft 201 km/h – bei durchschnittlich 7,0 Liter Verbrauch. Das Fahrwerk des Wind entspricht weitgehend dem des Twingo Renault Sport. Die breite Spur soll mit den serienmäßigen 17-Zoll-Reifen der Dimension 205/40 für hohe Kurvenstabilität sorgen. „Die elektrische Servolenkung ist besonders direkt ausgelegt und vermittelt dem Fahrer perfekten Kontakt zur Fahrbahn“, so ein Renault-Sprecher.
Zur Serienausstattung zählen unter anderem der Bremsassistent und das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Untersteuerungskontrolle (USC), Frontairbags sowie Kopf-/Thorax-Seitenairbags und der fest installierte Überrollbügel.
Bereits der die Basisversion Dynamique verfügt über Zentralverriegelung und Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel sowie ein MP3-taugliches CD-Radio. Dazu kommen Nebelscheinwerfer, Bordcomputer und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Die Preise: ab 16 900 Euro.
Rudolf Huber