Volkstheater: Mängel beim Brandschutz
Dem Volkstheater steht eine Sanierung ins Haus. Bei den Decken im Rückgebäude, einem 50er-Jahre-Bau, sind Mängel am Brandschutz und der Statik festgestellt worden. „Das Gebäude ist aber weder einsturzgefährdet, noch besteht Gefahr für die Zuschauer im Theater”, sagt Architekt Andreas Holzapfel.
Die Sanierung könnte bis zu 15 Monate dauern. Ob sie bei laufendem Betrieb durchgeführt werden kann, ist noch unklar. Intendant Christian Stückl hofft, dass das möglich ist. „Ich habe keine Lust, für ein paar Monate eine Interimsspielstätte zu suchen.” Vorne spielen, hinten sanieren – das wäre ihm deutlich lieber. Im Rückgebäude sind die Werkstätten untergebracht.
Wie die Mängel überhaupt entdeckt wurden, ist eine Geschichte für sich. Im Januar lief der Mietvertrag für ein Kulissen-Lager aus. Das Theater befürchtete, seine Bühnenbilder künftig in Container auslagern und durch die Stadt kutschieren zu müssen. Deshalb wurde geprüft, ob ein Teil des Theater-Gebäudes aufgestockt werden kann. Um ein kleines Ersatz-Lager zu schaffen. Dabei wurden die Mängel entdeckt.
Ironie des Schicksals: Das Volkstheater hat sein Kulissen-Lager immer noch. Es gibt sogar Signale, dass es mit einem neuen, langfristigen Mietvertrag klappt. Dafür hat die Spielstätte mit dem Sanierungsbedarf jetzt das nächste Problem an der Backe. Von grob geschätzt 1,5 Millionen Euro Kosten ist die Rede.
Was es nicht einfacher macht: Das Theater-Gebäude ist nur gemietet. Es gehört dem Bayerischen Fußball-Verband. „Wir sind natürlich verpflichtet, Mängel zu beseitigen”, sagt Geschäftsführer Jürgen Igelspacher. Der BFV will den Bau aber auch selbst nochmal begutachten lassen.
Eine Sofortmaßnahme ist schon erledigt: Eine Brandmeldeanlage wurde erweitert. Ab wann saniert wird, ist unklar. Laut Architekt Holzapfel kann „frühestens nächstes Jahr” begonnen werden.
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- Christian Stückl