Starpianist Fazil Say in der Türkei angeklagt

Der türkische Starpianist Fazil Say muss sich in seiner Heimat gegen eine Anklage wegen Verletzung religiöser Gefühle verteidigen.
dpa |
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Istanbul - Wegen mehrerer über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteter Kommentare soll der in New York, Tokio und Berlin gefeierte Künstler am 18. Oktober in Istanbul vor Gericht gestellt werden. Fans und Freunde des Musiker haben eine Kampagne zu seiner Unterstützung organisiert, der sich bis Montag mehr als 2200 Menschen angeschlossen haben.

Türkische Medien berichteten, bei einer Verurteilung drohten dem Künstler bis zu 18 Monate Gefängnis. Der Vorwurf laute, er habe religiöse Werte beleidigt, indem er kritische oder scherzhaft formulierte Äußerungen über den Glauben bei Twitter verbreitete - zum Teil habe er diese Kurzmitteilungen selbst verfasst, zum Teil andere Anwender zitiert ("retweeted"). In Interviews hat Say die Anklage kritisiert. Sie verletze die Meinungsfreiheit und schade dem Ansehen der Türkei.

Fazil Say gehört international zu den bekanntesten Künstlern der Türkei. Er hatte 1994 beim europäischen Nachwuchswettbewerb für Musiker, den Young Concert Artists International Auditions, den ersten Preis gewonnen und damit den Durchbruch geschafft. Say hat sich mehrfach kritisch über den Kurs der islamisch-konservativen Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geäußert und öffentlich erklärt, er denke darüber nach, das Land zu verlassen.

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