Bei einer Preisverleihung kritisierte Elizabeth Banks öffentlich Regie-Ikone Steven Spielberg - und muss nun zurückrudern.teleschau - der mediendienst
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Ian Gavan / Chris Jackson / Getty Images Entschuldigung hin oder her: Elizabeth Banks machte sich mit ihrer Anschuldigung sicherlich unbeliebt bei Steven Spielberg.
Elizabeth Banks wählte die falschen Worte, als sie vergangenen Dienstag in ihrer Rede bei der Women in Film's Crystal + Lucy Awards gegen Steven Spielberg wetterte: Sie habe all seine Filme gesehen, meinte die Schauspielerin und Regisseurin
in ihrer Rede, und in keinem davon habe ein Frau die Hauptrolle gespielt. Umgehend wurde der
Hollywood-Star in den sozialen Medien darauf hingewiesen, dass Spielberg bereits 1985 "Die Farbe Lila" mit Whoopi Goldberg und 1974 "Sugarland Express" mit Goldie Hawn
in der Hauptrolle inszenierte. Woraufhin sich die 43-Jährige, die auf die unzureichende Repräsentation von Frauen in Filmen hinweisen wollte, per
Twitter
entschuldigte: "Ich habe meine Kritik ungenau formuliert. Ich hatte dabei nur Stevens neuere Filme im Kopf, es lag mir fern, einen so wichtigen Film wie 'Die Farbe Lila' zu unterschlagen", schreibt Banks. "Wer das Privileg und die Ehre hat, Filme zu drehen und zu produzieren, sollte für seine Fehler gerade stehen. Sei es nun mangelnde Diversität oder eine inkorrekte Formulierung". Auch wenn die
Schauspielerin ihre Worte ungeschickt wählte, liegt eine gewisse Wahrheit in ihrer Kritik: Selbst Studien bestätigen regelmäßig, dass es in der männerdominierten Hollywood-Welt bisher wenig Raum für starke weibliche Hauptrollen gibt. Erst vor wenigen Wochen kritisierte Cannes-Jurorin
Jessica Chastain die Wettbewerbsfilme für ihr teilweise "verstörendes" Frauenbild. Und auch wenn Steven Spielberg mit "The Papers" gerade ein Polit-Drama dreht, in dem Meryl Streep die Hauptrolle spielt, bleibt durchaus fraglich, ob er mit einer Handvoll Filmen über weibliche Figuren innerhalb seiner fast 50-jährigen Filmkarriere der Damenwelt wirklich gerecht wird.