"Diesseits"

Wie ein Unglücksrabe sich emanzipiert, beschreibt das 2007 uraufgeführte Stück „Diesseits“ von Thomas Jonigk mit viel trockenem Witz und Ironie.
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Wie ein Unglücksrabe sich emanzipiert, beschreibt das 2007 uraufgeführte Stück „Diesseits“ von Thomas Jonigk mit viel trockenem Witz und Ironie.

Tina Laniks Inszenierung im Cuvilliés Theater lässt zwar die heftig bejubelte Hauptdarstellerin Juliane Köhler glänzen, erstaunt aber sonst durch fantasielose Flachheit.

In Paulas Leben läuft alles schief. Sie hat keinen Mann, keinen Beruf, verliert ihren Job und hat zudem einen Gehirntumor. Selbst beim Überfalls auf eine Apotheke irrt sie sich im Gebäude – doch der Bankangestellte, den sie mit einer Pistole bedroht, verliebt sich Knall auf Fall in sie. Wie das arme verschusselte Hascherl Paula Lebensbilanz zieht, seine Stärken entdeckt und sich schließlich sogar auf die Liebe zu Dietmar (Ferlix Rech) einlassen kann, spielt Juliane Köhler so komisch wie brillant.

Leider verweigert Regisseurin Tina Lanik auf der düsteren Bühne, die einem hässlichen Parkhaus gleicht, jeden Hauch von Poesie oder Surrealismus. Dafür serviert sie platte Regieeinfälle wie Plüsch-Tierkostüme.

Gabriella Lorenz

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