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Ein vom Staat in Auftrag gegebenes neues Gutachten legt das Aus für die Konzertsaal-Pläne im und hinter dem Marstall nahe
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Ein vom Staat in Auftrag gegebenes neues Gutachten legt das Aus für die Konzertsaal-Pläne im und hinter dem Marstall nahe

Der Marstall in München eignet sich laut Gutachten des renommierten Akustikexperten Yasuhisa Toyota nicht für einen Konzertsaal von Weltrang. Dies gelte sowohl für eine Konzerthalle im bestehenden Gebäude als auch für einen Neubau an den Marstall. Kunstminister Wolfgang Heubisch hatte heute im bayerischen Kabinett über das Gutachten berichtet: „Das Ergebnis ist eindeutig, ein Konzertsaal, der höchsten Anforderungen entspricht, lässt sich im oder am Marstallgebäude nicht realisieren.“

Eine Konzerthalle im bestehenden Marstallgebäude komme nicht in Frage, da auf Grund des begrenzten Raumvolumens kein Platz für eine Hinterbühne und eine Eingangshalle sei. Auch eine akustische Dämmung des Innenraumes nach heutigem Standard sei nicht realisierbar. Gehe man von einer erforderlichen Fläche von einem halben Quadratmeter pro Sitzplatz aus, reduziere sich die Zahl der möglichen Zuschauerplätze auf circa 1200. Dies sei für einen modernen Konzertsaal zu wenig. Zudem müssten viele Zuschauer weit entfernt von der Bühne sitzen.

Zu eng

Die Variante eines Neubaus an das bestehende Marstallgebäude würde laut Gutachten einem Konzertsaal im Stile einer „Schuhkiste“ oder einer „eingeschränkten Arena-Halle“ gleichen. Auch hier biete sich keine akustisch optimale Umsetzungsmöglichkeit an, da eine Veränderung der bestehenden Fassade ausgeschlossen und damit die Breite des Gebäudes limitiert sei.

Für einen Konzertsaal von Weltrang ist laut Toyota eine Lösung mit zusätzlichen Flächen zu wählen. Nur mit einer größeren Gebäudebreite könne eine moderne Konzerthalle geschaffen werden, die auch dem neuesten akustischen Standard entspricht. Kunstminister Heubisch betont: „In München wäre dies aber nur an einem anderen Standort realisierbar.“ Vor diesem Hintergrund wird Heubisch in den nächsten Woche weiterführende Gespräche mit den Beteiligten – dem Bayerischen Rundfunk und der Stadt München – führen.

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