Aliens rächen die zerstörte Natur

Keanu Reeves spielt in dem Science-Fiction-Thriller „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ einen Alien in Menschengestalt. Er soll die Menschheit vernichten.
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MÜNCHEN - Keanu Reeves spielt in dem Science-Fiction-Thriller „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ einen Alien in Menschengestalt. Er soll die Menschheit vernichten.

Mit dem abwesenden Blick und seiner merkwürdig-aseptischen Ausstrahlung schien Keanu Reeves noch nie von dieser Welt zu sein. Nicht von ungefähr feierte der Schauspieler seine größten Erfolge als moderne Messias-Figur in der „Matrix"-Trilogie (1999 – 2003). In „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ mutiert er nun endgültig zum Außerirdischen in Menschengestalt.

Mit seinem Raumschiff, einer kugelförmigen Energiemasse, landet Klaatu (Reeves) mitten im Central Park und löst eine Massenpanik aus. Besonders sein Reisegefährte, der äußerlich an den Schwabinger „Walking Man“ erinnernde Riesenroboter Gort, versetzt die US-Militärs in Alarmbereitschaft. Und Klaatus Botschaft bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Auf Grund des Raubbaus an der Natur soll die Menschheit vernichtet werden.

Nur Astrobiologin Helen (Jennifer Connelly), die sich gerade mit ihrem traumatisierten Stiefsohn Jacob (Jaden Smith) auseinandersetzen muss, glaubt noch daran, Klaatu von seiner Zerstörungsvision abbringen zu können.

Ein Remake voller Spezialeffekte und mit mahnender Botschaft

1951 schuf Robert Wise mit dem gleichnamigen Original einen Science-Fiction-Klassiker, der das gefährliche Wettrüsten in Zeiten des Kalten Krieges anprangerte. Scott Derrickson („Der Exorzismus der Emily Rose“) peppt sein zeitgemäßes Remake mit vorzüglichen Spezialeffekten und mahnender Botschaft hinsichtlich der Klimakatastrophe auf.

Leider findet er nach einem packenden Einstieg nie die richtige Mischung aus spektakulären Actionsequenzen und eindringlichen Gefühlsmomenten. Die Hauptfiguren bleiben von bösen Militärs bis zur aufopferungsvollen Wissenschaftlerin blasse Stereotypen. Neben erschreckenden Logiklöchern trübt zudem die aufdringliche Schleichwerbung den Filmgenuss.

Florian Koch

Kino: MaxX, Mathäser, Münchner Freiheit, Museum Lichtspiele, Cinema in OF

R: Scott Derrickson B: David Scarpa K: David Tattersall (USA, 103 Min.)

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