Zu wenig Bauland in Bayern? Wohnungsunternehmer fordern mehr Grundstücke

Reicht das Bauland nicht aus? In Bayern wurden im vergangenen Jahr ein weiteres Mal weniger Wohnungen gebaut als von der Staatsregierung angepeilt.
dpa |
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Ein Baukran an einem Neubau in Ingolstadt.
Lino Mirgeler/dpa-Archivbild Ein Baukran an einem Neubau in Ingolstadt.

München - Die Wohnungsunternehmen fordern mehr Grundstücke für den Bau bezahlbarer Wohnungen in Bayern.

"Ein großes Thema, das wir nicht ausreichend gelöst haben, ist, dass wir nicht ausreichend Bauland haben", sagte Hans Maier, Direktor des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen (vdw), am Montag in München. Im Freistaat wurden im vergangenen Jahr ein weiteres Mal weniger Wohnungen gebaut als von der Staatsregierung angepeilt: 60.000 Wohnungen wurden fertiggestellt, offizielles Ziel sind 70.000.

In dem Verband sind 475 Wohnbauunternehmen zusammengeschlossen, großenteils Genossenschaften und kommunale Unternehmen, die Sozialwohnungen und günstigen Wohnraum schaffen. Der vdw-Direktor warnte sowohl vor Enteignungen als auch einer staatlichen Deckelung der Mieten, wie ihn ein geplantes Volksbegehren des Münchner Mietervereins fordert. "Das baut keine neuen Wohnungen", sagte Maier.

Maier: Wohnungsmangel eine Folge falscher Rahmenbedingungen

Ein Mietendeckel würde nach Einschätzung des vdw-Direktors den Wohnungsbau in Bayern sogar bremsen, weil den Unternehmen dann notwendiges Eigenkapital für die Finanzierung neuer Wohnungen fehlen würde.

Die Wohnungsunternehmen fordern stattdessen verlässliche Förderung des Wohnungsbaus durch Bund und Land. Der Wohnungsmangel in Deutschlands Städten ist nach Maiers Einschätzung nicht Folge der Spekulation, sondern falscher Rahmenbedingungen: "Wenn ich höre, der Wohnungsmarkt hat versagt, kriege ich fast Schauder. Die Politik stellt die Weichen."

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