Zu viel Weihrauch! Frankenberger fliegt
Die Sternsinger um den ÖDP-Chef ziehen ins Passauer Ordnungsamt – einer Frau wird’s zu viel. Die AZ hat Sebastian Frankenberger gefragt, was er dazu sagt.
AZ: Herr Frankenberger, wir haben gehört, Sie sind jetzt doch unter die Qualmer gegangen.
SEBASTIAN FRANKENBERGER: Das müssen Sie mir erklären.
Naja, zumindest wenn’s um Weihrauch geht.
Ach so, ich bin seit 1990 Sternsinger und dabei jedes Jahr als Mohr unterwegs.
Heuer hat Ihre Gruppe ausgerechnet im Passauer Ordnungsamt Ärger bekommen, weil Sie alles einräucherte.
Das stimmt nicht ganz. Wir sind vom Ordnungsamt selbst sehr nett empfangen worden. Nur aus einem der Büros sind wir gebeten worden, weil eine Dame an Asthma leidet und uns deshalb bat, den Raum zu verlassen. Nur diese eine Mitarbeiterin regte sich ein bisserl auf, aber so was kennen wir schon. Ich selber bin übrigens nicht für den Weihrauch zuständig, das machen unsere jungen Ministranten.
Stört Sie selbst der Weihrauch-Geruch nicht?
Nein, ich mag ihn gerne. Ich bin damit aufgewachsen. Da ist ja auch kein Nikotin drin. Das Ganze ist ein kirchlicher Brauch, bei dem symbolisch Geister vertrieben und Wohnungen gereinigt werden.
Ihre Vorsätze fürs neue Jahr?
Ich möchte nicht zu viel Politik machen und auch anderen Interessen nachgehen. Ich möchte den Glauben stärker in mein Leben integrieren. Gerade erst war ich eine Woche als Eremit im Turm des Linzer Mariendoms, um ungestört nachzudenken.
Interview: lj
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