Witwe nach Tod ihres Mannes vor Gericht mit Ferrari

München (dpa/lby) - Vor 13 Jahren ist ihr Mann mit seinem Ferrari verunglückt und gestorben - die Witwe wird aber frühestens im nächsten Jahr erfahren, ob sie der italienische Autohersteller wegen einer möglicherweise gebrochenen Bremsscheibe entschädigen muss. Das Landgericht München I vertagte zum Prozessauftakt am Donnerstag die Verhandlung auf Ende Februar.
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Das Gerichtsgebäude für das Amtsgericht. Foto: Sven Hoppe/Archivbild
dpa Das Gerichtsgebäude für das Amtsgericht. Foto: Sven Hoppe/Archivbild

München (dpa/lby) - Vor 13 Jahren ist ihr Mann mit seinem Ferrari verunglückt und gestorben - die Witwe wird aber frühestens im nächsten Jahr erfahren, ob sie der italienische Autohersteller wegen einer möglicherweise gebrochenen Bremsscheibe entschädigen muss. Das Landgericht München I vertagte zum Prozessauftakt am Donnerstag die Verhandlung auf Ende Februar. Im Rechtsstreit mit Ferrari fordert die Frau rund 400 000 Euro. Es geht unter anderem um Schmerzensgeld, Unterhalt und eine monatliche Rente.

Der Mann der Klägerin war im Oktober 2006 auf der Autobahn von München nach Passau mit seinem neu gekauften Ferrari 430 Coupe F 1 verunglückt und gestorben. Seine Witwe geht davon aus, dass eine gebrochene Bremsscheibe an der Vorderachse des Autos schuld ist.

Der Unfall sei tragisch und traurig, sagte der Anwalt von Ferrari vor dem Landgericht. Er sei aber "fundamental anderer Rechtsauffassung" als der Richter. Dieser hatte sich zum Prozessauftakt auf ein Parallelverfahren bezogen, das Ferrari bereits gegen die Vollkasko-Versicherung des Getöteten verloren hatte. Ein Gutachten ergab nach Angaben des Gerichts damals, dass die Bremsscheibe fehlerhaft gefertigt war.

Sollten Ferrari und die Witwe die Beweisaufnahme aus dem anderen Prozess auch für dieses Verfahren akzeptieren, dürfte es dem Richter zufolge keine Zweifel an einem Produktionsfehler bei Ferrari geben. Dann ginge es im neuen Jahr nur noch um die Frage, was der Witwe zustehe. Die Anwälte müssen in den kommenden Monaten ihre Argumente vorlegen.

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