Warum der Künstler Ottmar Hörl nur schwarz trägt

Aschaffenburg (dpa/lby) - Künstler Ottmar Hörl mag es einfarbig und kleidet sich selbst fast ausschließlich in schwarz. "Weil ich ein rationaler Mensch bin.
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Ottmar Hörl inmitten seiner Beethoven-Statuen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
dpa Ottmar Hörl inmitten seiner Beethoven-Statuen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Aschaffenburg (dpa/lby) - Künstler Ottmar Hörl mag es einfarbig und kleidet sich selbst fast ausschließlich in schwarz. "Weil ich ein rationaler Mensch bin. Ich will morgens vorm Schrank nicht überlegen", sagte er dem "Main-Echo" (Montag/Aschaffenburg). "Der weiße Streifen in meinen Sneaker-Sohlen ist mir eigentlich schon zu viel", sagte der 1950 im hessischen Nauheim geborene Künstler. "Je mehr sich die Menschen in der Kleidung mit den Farben zurücknehmen, umso mehr wirkt die Persönlichkeit, das Gesicht." Allerdings könne es auch mal ein dunkel-anthrazitfarbener Cashmere-Pullover sein.

Hörl ist bekannt für seine seriellen Skulpturen von Prominenten, die er an öffentlichen Plätzen ausstellt - etwa im vergangenen Jahr von Bertolt Brecht im Park des Augsburger Kurhaustheaters oder aktuell von Ludwig van Beethoven in der Outlet-Stadt Wertheim-Village kurz hinter der Landesgrenze in Baden-Württemberg. Die Kunststoff-Figuren sind ebenfalls in der Regel einfarbig. "Das Monochrome hat etwas mit Vereinfachung zu tun. Ich will ja keine Denkmäler schaffen, sondern eher sagen: denk mal nach", erläuterte Hörl der Zeitung. "Dass die Skulpturen monochrom sind, bedeutet, dass man es herausfordernder macht, sich damit zu beschäftigen. Je realistischer etwas ist, umso einfacher ist es ja, sich ihm zu nähern, ohne nachdenken zu müssen."

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