Trauerfeier für die verhungerte Sarah

Bei einer Trauerandacht haben am Sonntag rund 250 Menschen im mittelfränkischen Thalmässing Abschied von der verhungerten dreijährigen Sarah genommen.
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Dieses Bild lässt frösteln: Patrick R. hält die kleine Sarah im Arm. Sie verhungerte.
abendzeitung Dieses Bild lässt frösteln: Patrick R. hält die kleine Sarah im Arm. Sie verhungerte.

THALMÄSSING - Bei einer Trauerandacht haben am Sonntag rund 250 Menschen im mittelfränkischen Thalmässing Abschied von der verhungerten dreijährigen Sarah genommen.

„Wir wollen mit dieser Andacht diesem schlimmen Ereignis, das hier in Thalmässing stattgefunden hat, einen Raum der Trauer, des Entsetzens und der Fassungslosigkeit geben“, sagte Pfarrer Frank Zimmer in der St. Gotthard-Kirche. Die Tragödie um das kleine Mädchen hatte den 5300-Einwohner-Ort schwer erschüttert. Trauergäste stellten am Sonntag Kerzen und Teddybären vor dem Haus des Mädchens auf. Sarahs Eltern waren Anfang 2005 nach Thalmässing gezogen. Die Familie soll dort ein zurückgezogenes Leben geführt haben.  

Die kleine Sarah war unter den Augen ihrer 26-jährigen Mutter und des 29-jährigen Vaters verhungert. Wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands des Mädchens hatten beide am vergangenen Wochenende einen Notarzt gerufen, zwei Tage darauf war das Kind tot. Laut Obduktion starb Sarah an Unterernährung.

Sie wurde am Samstag im engsten Familienkreis beerdigt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Eltern wegen gemeinschaftlichen Totschlags durch Unterlassung. Der 29-jährige Vater sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, die Mutter liegt mit einer lebensgefährlichen Erkrankung in der Intensivstation einer Klinik.

dpa

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