Tochter des mutmaßlichen Täters festgenommen

Polizei ermittelt wegen Verstoß gegen Kriegswaffenkontrollgesetz - mit dem Mord wird die Studentin bisher nicht in Verbindung gebracht.
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Polizei ermittelt wegen Verstoß gegen Kriegswaffenkontrollgesetz - mit dem Mord wird die Studentin bisher nicht in Verbindung gebracht.
dapd Polizei ermittelt wegen Verstoß gegen Kriegswaffenkontrollgesetz - mit dem Mord wird die Studentin bisher nicht in Verbindung gebracht.

Augsburg - Nach dem brutalen Mord an einem Augsburger Polizisten sitzt nun auch die Tochter des mutmaßlichen Täters Raimund M. in U-Haft. Sie soll von dem heimlichen Waffenlager ihres Vaters gewusst haben (AZ berichtete). Drei Kalaschnikow-Schnellfeuergewehre und acht scharfe Handgranaten fanden die Fahnder Anfang Januar bei der jungen Frau.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass Raimund M. (58) und sein Bruder Rudi R. (56) die Waffen ohne das Wissen seiner Tochter in deren Wohnung deponiert habe. Inzwischen gehen die Fahnder aber davon aus, dass sie von dem Waffenarsenal gewusst haben muss. Daher erging jetzt Haftbefehl gegen die Studentin. Gegen sie wird wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

Rechtsanwalt Stefan Mittelbach versucht sie freizubekommen. „Ich stehe mit der Staatsanwaltschaft in Kontakt und versuche, eine schnelle Lösung für meine Mandantin zu finden“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“. Damit sitzen im Fall des Polizistenmordes jetzt drei Personen aus einer Familie in Haft.

Die Ermittler sind sich sicher, dass Raimund M. (58) zusammen mit seinem Bruder Rudi R. (56) den Polizeibeamten Mathias Vieth erschossen hat. Der Tochter wird keine direkte Beteiligung an dem Polizistenmord vorgeworfen. Bisher schweigen die Brüder eisern. Das könnte sich jetzt ändern:

Die Nachricht von der Verhaftung seiner Tochter setzt Raimund M. schwer unter Druck. Er leidet an Parkinson und war vorher noch nie im Gefängnis. Sein Bruder saß bereits 19 Jahre wegene des Mordes an einem anderen Polizisten.

 

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