Tierische Liebe? Ein Freund für Flocke

NÜRNBERG - Flocke ist jetzt alt genug für einen Spielkameraden - ihren neuen Kollegen hat sie schon ausgiebig beschnuppert. Er kommt aus Moskau und hat bisher noch keinen Namen. Für immer wird er aber nicht bei Flocke bleiben.
Die Nürnberger Eisbärin Flocke und ihr künftiger Spielkamerad, ein Eisbärmännchen aus dem Moskauer Zoo, haben sich bereits kräftig beschnuppert. „Das sieht sehr freundlich und verspielt aus“, sagte Tiergartendirektor Dag Encke am Freitag. Bislang sind die Tiere noch durch ein Gitter getrennt. Auf diese Weise sollen sie sich zunächst miteinander anfreunden, ehe der russische Jungbär zu Flocke ins Außengehege gelassen wird.
Der Bär, der noch keinen Namen hat, ist nach Enckes Worten viel stärker als Flocke. Deshalb will der Zoo bei der Zusammenführung vorsichtig vorgehen. „Wir versuchen sein Verhalten einzuschätzen, was aber nicht einfach ist“, sagte Encke. In der kommenden Woche will die Tiergartenleitung entscheiden, wann man den Bären zu Flocke lässt.
Der Eisbär, der wie Flocke etwa ein Jahr alt ist, war am vergangenen Montag in Nürnberg eingetroffen. Er stammt aus einem Zwillingswurf des Moskauer Zoos und ist eigentlich für den Zoo in Madrid bestimmt. Im Nürnberger Tiergarten wird er laut Encke nur „zwischengeparkt“.