Stamm-Halter Loboué wackelt

Möhlmann kritisiert Torhüter, der gegen Wolfsburg patzte
CHICLANA Das Kleeblatt und die Torhüterfrage, eine unendliche Geschichte. Nachdem es beim Wechsel von Sascha Kirschstein zu Stephan Loboué während der Hinrunde schon nicht gerade geräuschlos zuging, kündigt sich jetzt im Trainingslager in Chiclana die nächste Runde im Kampf um die Nummer eins im Fürther Tor an. „Lobo“ wackelt. Ein bisschen zumindest, wenn man Kleeblatt-Trainer Benno Möhlmann glauben will. Denn Möhlmann war mit dessen Vorstellung bei der 0:4-Klatsche gegen Wolfsburg alles andere als zufrieden. „Das war sicher keine Weltmeisterleistung von ihm“, grantelte Möhlmann, um aber gleich zu relativieren: „Es war insgesamt eine schlechte Mannschaftsleistung.“
Deutliche Worte in der Teambesprechung
In der Teambesprechung waren indes deutlichere Worte gefallen. Beim 1:0 durch Okubo kam der 27-Jährige zu spät raus, ließ sich den Ball dann auch noch durch die Hosenträger schieben. Die Höchststrafe für Loboué. Und auch bei den anderen Toren, speziell beim 4:0 durch Andrea Barzagli, dem er die Kugel direkt vor die Füße faustete, sah Loboué schlecht aus.
Kirschstein dagegen, der auch heute gegen Werder Bremen II (15 Uhr) wieder ran darf, agierte beim 0:1 gegen Bielefeld nahezu fehlerfrei. Auch ein Grund, warum Möhlmann nach wie vor betont: „Beide Torhüter sind gleichstark.“ Im Moment habe Loboué noch die Nase vorn, weil er mehr Spielpraxis hat. Aber weitere Patzer darf sich der Fanliebling nicht mehr leisten. Sonst, so Möhlmann, „komme ich ins Grübeln“.
"Alle haben gegen Wolfsburg schlecht gespielt"
Bei „Lobo“ ist die Warnung angekommen. Sorgen machen ihm die Aussagen des Trainers nicht. „Mir ist das egal. Alle haben gegen Wolfsburg schlecht gespielt“, sagt Stephan. Klingt nicht so, als wolle er seinen hart erkämpften Platz als Stamm-Halter im Kleeblatt-Kasten wieder hergeben.K.Kaufmann