Pferdekopf erschlägt Familienvater (42)

Unfassbare Tragödie auf der Heimfahrt vom Urlaub: Volker T. war sofort tot. Tochter Michele (16) überlebte schwer verletzt
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Für Volker T. kam jede Hilfe zu spät. Er wurde vom Pferd erschlagen.
Feuerwehr Schwabach Für Volker T. kam jede Hilfe zu spät. Er wurde vom Pferd erschlagen.

Unfassbare Tragödie auf der Heimfahrt vom Urlaub: Volker T. war sofort tot. Tochter Michele (16) überlebte schwer verletzt

NEUENDETTELSAU Wie kann ein Mensch mit solchen Bildern leben? Vor den Augen seiner Familie wurde Volker T. (42) erschlagen. Ein Pferd war auf der Autobahn A6 bei Neuendettelsau (Kreis Ansbach) in seinen Wagen gelaufen. Die Wucht des Aufpralls riss dem Tier den Kopf ab. Der durchschlug die Windschutzscheibe – und tötete den Familienvater. Seine Tochter Michele überlebte den Horrorcrash schwer verletzt, Sohn Jan (13) auf der Rückbank und Mutter Susanne erlitten leichtere Blessuren und einen schweren Schock. Schreckliches Ende eines Sommerurlaubs.

Was war passiert? Um 3.25 Uhr fuhr ein 53-Jähriger mit seinem Lkw auf der A6 in Richtung Süden. Kurz vor der Anschlussstelle Neuendettelsau rannte plötzlich ein Pferd auf die Fahrbahn. Der Brummi-Fahrer hatte keine Chance: Er krachte in das Tier. Es starb – der 53-Jährige kam mit dem Schrecken davon.

Die Familie war auf dem Rückweg vom Urlaub

Nur eine Minute nach dem Crash gab die Polizei eine Verkehrsmeldung an die Radiosender heraus: „Achtung, Tiere auf der Fahrbahn!“ Da nahte schon der VW Touran der Familie T. aus Rheinland-Pfalz. Sie war auf dem Heimweg vom Ungarn-Urlaub, wollten die Nacht nutzen, um nicht im Stau zu stehen. Noch 260 Kilometer – und sie wären zuhause gewesen. Dass in der Nähe Pferde aus einer Koppel ausgebrochen waren, ahnten sie nicht. Auch nicht, was sich Minuten zuvor 700 Meter vor ihnen abgespielt hatte.

Plötzlich tauchte in der Dunkelheit das Pferd auf der linken Fahrspur auf. Es ging alles rasend schnell. Volker T. hatte keine Zeit, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Er war sofort tot.

Daheim in Flonheim, einem rheinhessischen Winzerort mit 2800 Einwohnern, sprach sich der schreckliche Tod des Elektrikers herum wie ein Lauffeuer: „Er war so ein lieber Kerl, einer der jedem geholfen hat. Wir sind alle fix und fertig“, schildert ein Bekannter vom Männergesangsverein.

Wie die Pferde, die von einer Koppel im Raum Heilsbronn stammen, auf die Autobahn gelangen konnten, muss die Polizei nun klären. Die Ermittlungen dauern an. „Warum musste die Familie in diesem Moment dort fahren?“, fragt sich ein Nachbar. „Warum kann das Schicksal so grausam sein. Die arme Susanne und die Kinder. Sie werden dieses Grauen nie vergessen können.“ Andrea Uhrig

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