Pendler bleiben stehen - am Montag droht Streik

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL will für drei Stunden die Arbeit niederlegen. Wann die Aktionen geplant sind, hält sie aber bis zuletzt geheim. Die Bahn setzt zusätzliches Personal ein und schaltet eine Info-Hotline
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Bestreikte Lok: GDL-Ausstand trifft auch Franken.
dapd Bestreikte Lok: GDL-Ausstand trifft auch Franken.

NÜRNBERG Jetzt wird’s für Pendler ungemütlich: Bei der Bahn stehen die Signale auf Streik! Den Großraum Nürnberg hat es in den vergangenen Jahren immer wieder hart getroffen. Und auch diesmal müssen die Mittelfranken bangen, wenn die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) zum Arbeitskampf ruft...


Vor allem bei der S-Bahn würde es viele Pendler treffen. Unklar war bis gestern Abend allerdings noch, wann und wo genau mit den Warnstreiks begonnen wird. „Der erste Arbeitskampf wird nicht länger als drei Stunden dauern”, sagt Gewerkschafts-Chef Claus Weselsky nur.
Bundesweit soll der Streik den Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn sowie der großen Privatbahnen treffen – und den Güterverkehr. Das Chaos auf den Schienen wäre damit perfekt. Auch, wenn die DB mehrere Hundert zusätzliche Mitarbeiter vor allem im Service an den Bahnsteigen einsetzt.
Die GDL fordert einen einheitlichen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr.

Die Bahn nannte die geplanten Aktionen als „willkürlich, unsachlich und wenig seriös”. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, Pendler dürften nicht als Geiseln herhalten. Die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG warnte die Bahn davor, den GDL-Forderungen nachzugeben. Wenn die GDL einen besseren Abschluss bekomme, werde man die gleichen Bedingungen verlangen. Mit der EVG hatte sich die Bahn bereits am 17. Januar auf einen Branchentarifvertrag geeinigt. Die GDL wollte sich dem aber nicht anschließen.


Die Bahn hat eine kostenfreie Streik-Hotline geschaltet. Unter Tel.08000/996633 können sich Fahrgäste informieren. Details sind auch im Internet unter www.bahn.de zu erfahren. Zudem kündigte die Bahn an, Kunden ihre Fahrkarten zu erstatten, die wegen streikbedingter Zugausfälle, Verspätungen oder Anschlussproblemen ihre Reise nicht antreten können. azn

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