Paulaner will "Mama Bavarias" Nachfolger präsentieren

München (dpa/lby) - Nach der Vereidigung des neuen bayerischen Kabinetts soll heute eine weitere politische Personalie im Freistaat geklärt werden: Die Paulaner-Brauerei will bekanntgeben, wer künftig beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg der Politik die Leviten liest. Die Rolle des Fastenpredigers muss neu besetzt worden, weil die Kabarettistin Luise Kinseher nicht mehr als "Mama Bavaria" weitermachen will.
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Die Schauspielerin Luise Kinseher als Mama Bavaria bei der Fastenpredigt. Foto: Matthias Balk/Archiv
dpa Die Schauspielerin Luise Kinseher als Mama Bavaria bei der Fastenpredigt. Foto: Matthias Balk/Archiv

München (dpa/lby) - Nach der Vereidigung des neuen bayerischen Kabinetts soll heute eine weitere politische Personalie im Freistaat geklärt werden: Die Paulaner-Brauerei will bekanntgeben, wer künftig beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg der Politik die Leviten liest. Die Rolle des Fastenpredigers muss neu besetzt worden, weil die Kabarettistin Luise Kinseher nicht mehr als "Mama Bavaria" weitermachen will.

Die Fastenprediger-Rolle ist für die auftretenden Kabarettisten schwierig: Zu scharf und verletzend soll die Satire nicht sein, aber auch nicht zu harmlos. Kabarettist Django Asül hatte 2007 nach nur einem Auftritt hingeworfen, nachdem sich mehrere Politiker - darunter der heutige Ministerpräsident Markus Söder (CSU) - über seine Rede beschwert hatten. Nachfolger Michael Lerchenberg hörte 2010 auf, weil er wegen eines KZ-Vergleichs in die Kritik geraten war.

Seither hatte Kinseher acht Jahre lang als "Mama Bavaria" die Predigt gehalten und dafür sehr gemischte Kritiken bekommen. Kinseher verursachte zwar keine Eklats, aber vielen der prominenten politischen Gäste war sie zu lieb und zu wenig hintersinnig.

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