Nürnberg O weh: Diesmal fallen die tollen Tage aus!
Die Schausteller sagen den Rummel ab – im vergangenen Jahr wurde nicht genug Umsatz gemacht
NÜRNBERG Das schmerzt das Narrenherz. Die tollen Tage fallen in dieser Faschingssaison aus. Den Rummel mit Schießbuden, Karussells und Autoscooter, der zuletzt am Jakobsplatz stattfand, wird es in den sechs Tagen vor Faschingsdienstag nicht mehr geben. „Die Schausteller hatten das letzte Mal zu wenig Geschäft gemacht“, so Peter Bursy, Chef des Festausschusses Nürnberger Fastnacht. Nürnberg O weh statt Nürnberg Ahaaa...
Die Buden-Betreiber spekulieren weiter auf den Hauptmarkt als Rummelplatz. Hier vergnügten sich die Narren in früheren Jahren. Doch die Stadt will ihre gute Stube nicht mehr dafür frei machen. Immerhin können sich die Freunde des organisierten Frohsinns auch 2010 über einen Faschingszug freuen. Der Gaudiwurm schlängelt sich am 14. Februar durch Nürnberg. Erwartet werden 100000 Zuschauer, die dem Umzug mit den Tollitäten Susan Maria I. und Michael Wolfgang I. zujubeln werden.
Am Montag stelle das Gastronomen-Paar („Ekuthek“) seinen Prinzenorden vor. Das Motto „Lebt, liebt und lächelt das ganze Jahr“ haben sie mit einem Maskenmotiv aus dem venezianischen Karneval illustriert. Der Festausschuss erinnert mit seinem Orden an die 150-jährige Geschichte der Karnevalsgesellschaften in Nürnberg: Am 6. Januar 1860 wurde die erste Gesellschaft im „Goldenen Adler“ in der Adlerstraße 14 gegründet. Der Orden zeigt das Gebäude, das heute nicht mehr steht und erinnert an den Würzburger Musiker Johann Valentin Hamm, der damals den noch heute gespielten Nürnberger Carnevalsmarsch komponiert hat.
Der erste Faschingshöhepunkt 2010 ist die Inthronisation des Prinzenpaars am 10.Januar im Maritim Hotel. Es gibt dafür noch Karten. mir
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