Notfälle am Wochenende: Bergwacht im Dauereinsatz
München - Schönes Wetter verleitet zum Wandern - und macht der Bergwacht Arbeit. Auch im Berchtesgardener Land. Dort mussten die Bergwachten von Freitag bis Sonntag zu insgesamt zehn Einsätzen ausrücken.
An der Reiter Alpe hatte sich eine Dreizehnjährige am Fuß verletzt und musste von der Halsalm ins Tal gebracht werden. Das Mädchen kam ins Krankenhaus.
Familie mit zweijährigem Kind gerettet
Nicht weit entfernt, am Edelweißlahner, mussten die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 4" eine Familie mit zweijährigem Kind per Seilwinde retten - die Rosenheimer hatten sich in einem Latschenfeld verstiegen. Die Bergwacht Berchtesgaden musste dann wegen einer Schnittverletzung zur Wasserfallalm am Jenner ausrücken. Ein Notruf wegen eines zwischen Müllnerhörndl und Paul-Gruber-Haus vermissten Wanderers wurde wieder eingestellt – der Wanderer tauchte wieder auf.
Am Samstag gegen 15.15 Uhr wurde die Bergwacht Marktschellenberg zum Untersberg-Blausandpfeiler gerufen. Das deutsch-französische Trio hatte beim Abseilen den falschen Weg gewählt und war ins Schrofengelände geraten. Die Bergretter holten die Kletterer mithilfe des Polizeihubschraubers vom Untersberg und brachten sie unversehrt ins Tal.
Den Anforderungen einer Mannlgratbegehung mit anschließender Göll-Besteigung war ein 26-jähriger Tscheche nicht gewachsen: Er musste vom Hubschrauber per Seilwinde geborgen werden. Am Bienenweg am Högl musste dann eine 51-jährige Freilassingerin geborgen werden. Sie hatte sich bei einem Sturz mehrere Brüche am Fuß und Unterschenkel zugezogen.
Auch ein Münchner musste gerettet werden – er saß am Hochstaufen psychisch blockiert am Jagersteig fest. Zum Schluss wurde zwischen Kühroint und Wimbachbrücke ein 53-jähriger Radfahrer geborgen. Er war zwischen Schapbachalm und Wimbachbrücke schwer gestürzt und bewusstlos liegengeblieben. Er kam in die Klinik.
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