Nach tödlichem Überfall in Bayreuth: Mordanklage gegen zwei Männer
Bayreuth - Knapp ein Jahr nach einem tödlichen Überfall auf einen Rentner in Bayreuth hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen zwei Tatverdächtige erhoben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, führten DNA-Spuren am Tatort die Ermittler zu einem 35-Jährigen aus Schwaben und zu einem ein Jahr jüngeren Mann. Dieser war zunächst in Mannheim untergetaucht, konnte dann aber gefasst werden. Beide sitzen seit Sommer in Untersuchungshaft.
Am 12. April 2017 war ein 88 Jahre alter Mann in seinem Haus überfallen worden. Zwei Tage später starb er an seinen schweren Verletzungen. Die mutmaßlichen Täter erbeuteten Schmuck und Bargeld. Rätselhaft war der Fall zunächst, weil am Tatabend ein Anruf bei der Polizei einging - und zwar aus Crailsheim in Baden-Württemberg. Ein Unbekannter nannte eine Adresse in Bayreuth und sagte, dort liege ein alter Mann in seinem Blut. Es deute vieles darauf hin, dass einer der Tatverdächtigen den Anruf abgesetzt hatte, teilte die Polizei weiter mit.
Ob die beiden mutmaßlichen Täter ihr Opfer näher kannten oder das Haus nur zufällig ausgewählt hatten, wollte die Polizei nicht sagen. Die beiden Tatverdächtigen sind möglicherweise auch für Straftaten an anderen Orten verantwortlich. Die Ermittlungen der Bayreuther Kripo lieferten für andere Kollegen etliche Anhaltspunkte, sagte eine Sprecherin. Noch ist offen, wann es zum Prozess kommt.
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